Der Kapitalismus setzt das Leben
auf der Erde
als Ganzes der Gefahr
einer totalen Auslöschung aus!!!
Das
Leben setzt sich auf der Erde seit Millionen Jahren evolutionär
fort. In diesem Verlauf entstanden und verschwanden auf der Erde
tausende Arten von Pflanzen und Tieren. In einer der späteren
Phasen dieses Verlaufs entstand der Mensch, der, sich während
seiner Evolution selbst entwickelnd, auch das Gesicht der Erde
mit veränderte.
Obwohl am Anfang dieser Evolution die Beziehung
der Menschen zur Natur und zur den Naturquellen ausgeglichen schien,
ist es vor allem mit der Herausbildung der kapitalistischen Klassengesellschaft
nicht mehr der Fall.
Seit der kapitalistischen Produktionsweise wird die Natur in einem
nie gekannten Maße ausgebeutet, zerstört und vernichtet.
Jeder Versuch diesen tödlichen Zustand (die drohenden ökologischen
Katastrophen), ohne die Natur der kapitalistischen Produktionsweise
und dessen Folgen im Weltmaßstab in Betracht zu
ziehen, zu erklären, geschweige denn zu verstehen und zu
erfassen, wird zu einem Umweltbewusstsein führen, welches
nur das Retten der „eigenen Haut“ bedeuten wird.
Über
die kapitalistische Produktionsweise
und ihre katastrophalen
Auswirkungen auf der Erde
„Jeder
Fortschritt der kapitalistischen Agrikultur ist nicht nur ein
Fortschritt in der Kunst, den Arbeiter, sondern zugleich in der
Kunst, den Boden zu berauben, jeder Fortschritt in Steigerung
seiner Fruchtbarkeit für eine gegebene Zeitfrist zugleich
ein Fortschritt im Ruin der dauernden Quellen dieser Fruchtbarkeit...
Die Kapitalistische Produktion entwickelte daher nur die Technik
und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses,
indem sie zugleich die Springquellen allen Reichtums untergräbt:
die Erde und den Arbeiter“
(Karl Marx, Das Kapital, Band 1, MEW 23, S. 529f.; vgl. auch Band
3, MEW 25, S. 821)
Wie
Marx so klarstellte, hat der Kapitalismus die Springquellen allen
Reichtums, nämlich
Gesellschaft und Natur, untergraben. Nun gerade hier liegt der
eigentliche Schlüsselpunkt der ökologischen Katastrophe.
Weil die Ausbeutung, die Zerstörung und die Vernichtung der
Natur als auch der Mensch in der Natur der kapitalistischen Produktionsweise
liegt.
Nun ein allgemeiner Überblick der Folgen dieser Produktionsweise
auf der Erde:
1,5 Milliarden Menschen leben am Rande des Verhungerns.
Jedes Jahr sterben 20 Millionen Kinder an Hunger, Hungerbedingten
Krankheiten.
In den ärmsten Ländern der Welt verbrauchen 50% der
Menschen täglich soviel Kalorien wie täglich in den
Konzentrationslagern während der Nazizeit verbraucht wurden.
2 Milliarden Menschen haben kein sauberes Trinkwasser.
100 Millionen Menschen ohne Unterkunft.
Jedes Jahr werden ca. 6 Millionen Hektar Erde zu Wüste.
Jedes Jahr wird ca. 17 Millionen Hektar Wald vernichtet.
Täglich werden mehr als 400 000 Hektar tropischen Regenwalds
vernichtet.
Die sechs grundlegenden Elemente des Lebens –Kohlenstoff,
Sauerstoff, Wasserstoff,
Stickstoff, Schwefel und Phosphor- werden verschwendet oder vernichtet.
Sowohl erneuerbare wie nicht erneuerbare Rohstoffquellen werden
überausgebeutet.
Verunreinigungen vergiften die Luft, die wir atmen, unser Essen
sowie das Wasser, das wir trinken.
Chemikalien überschwemmen die Umwelt, und Krebs und Allergien
breiten sich seuchenartig aus.
Jedes Jahr sterben viele Tier- und Pflanzenarten aus.
Die für ein Überleben des Ökosystems notwendige
Vielfalt von Organismen, Pflanzen, Tieren und Menschen geht verloren
usw. Die blutige Liste der Folgen dieser Produktionsweise geht
natürlich noch weiter.
Folglich alle Menschen dafür(für die existierende Drohung
der ökologischen Katastrophe) verantwortlich zu machen, ist
natürlich ein großer Irrtum. Weil es jedem bekannt
ist, wem diese Produktionsweise, welche der Grund für diesen
tödlichen Zustand ist, privilegiert.
Nämlich die WestlerInnen. So wurde auf Grund der kapitalistischen
Produktionsweise im Westen eine über alle Maßen steigende
Konsumgesellschaft geschaffen. Natürlich auf Kosten allen
Lebens auf dieser Erde. Während die WestlerInnen, die 20%
der Weltbevölkerung bilden, 80% aller Produkte der Welt verbrauchen,
müssen die Armen, die 80% der
Weltbevölkerung darstellen, mit 20% der gesamten Produkte
auskommen. Und das trifft auch für die Rohstoffe zu, welche
die WestlerInnen auf Grund der verschwenderischen Produktion und
des Konsums im Westen verschlingen. So verbrauchen die WestlerInnen
zwei Drittel der Weltimporte an fossilen Brennstoffen, drei Viertel
aller Eisenerze und vier Fünftel aller übrigen Metalle.
Ein Beispiel dazu ist der Verbrauch von Energie eines Durchschnitts-amerikaners.
Dieser verbraucht 13mal soviel Energie wie ein Lateinamerikaner,
20mal soviel wie ein Asiate, und 30mal soviel wie ein Afrikaner.
Die
Aufgaben der KommunistInnen
angesichts des tödlichen Zustands
"Die
alte Produktionsweise muß also von Grund aus umgewälzt
werden und namentlich muss die alte Teilung der Arbeit verschwinden.
An ihre Stelle muss eine Organisation der Produktion treten....
in der ... die produktive Arbeit, statt Mittel der Knechtung,
Mittel der Befreiung der Menschen wird, indem sie jedem einzelnen
die Gelegenheit bietet, seine
sämtlichen Fähigkeiten, körperliche wie geistige,
nach allen Richtungen hin auszubilden und zu
betätigen, und aus der sie so aus einer Last eine Lust wird".
(Friedrich Engels: Dialektik der Natur, MEW 20, S.274)
Die KommunistInnen dürfen die ökologischen Probleme
nicht wie die gegenwärtigen Umweltbewussten wahrnehmen. Diese
verstehen als Umweltbewusstsein das Retten der eigenen Haustür.
Anstatt gegen den Kapitalismus zu kämpfen, der die Natur
sowieso
vergiftet, verhandeln Sie mit diesem über die Entsorgungsmöglichkeiten
dessen Gifte. Sie haben keine Kampfperspektive gegen den Kapitalismus,
der das Leben auf der Erde zur Vernichtung treibt. Sie sind utopisch
nationalistisch und lassen dem Kapitalismus immer neue Reflexe
gewinnen. Das Fundament der Vorgehensweise der KommunistInnen
über die ökologischen Probleme muss die Realität
zeigen, dass nämlich diese tödlichen Zustände
aufgrund des Kapitalismus herrschen, und die Rettung der Natur
mit der Gründung des Sozialismus zusammenhängt.
Der Kapitalismus setzt seine Existenz durch die Vernichtung alle
materiellen und geistigen Werte fort.
In unserem Zeitalter ist die Menschheit einer globalen Vernichtungsgewalt
ausgesetzt, die sich im letzten Jahrhundert nicht einmal die phantasiereichsten
Philosophen vorzustellen vermochten; sie sind konfrontiert mit
der Gefahr eines Atomkrieges, mit ökologischen und ökonomischen
Katastrophen, mit Hunger, mit hungerbedingten Krankheiten und
Massensterben. Die historischen VorkämpferInnen für
den Sozialismus haben ihn als eine befreiende Folge des Kampfes
gegen ein versklavendes kapitalistisches System und unvermeidlich,
um das freie Leben zu erreichen, betrachtet.
Heute hingegen, da der Kapitalismus die Erde insgesamt an die
Schwelle der Vernichtung gebracht hat, bedeutet der Sozialismus
jenseits eines freien Lebens die Vorbedingung für den Fortgang
des Lebens auf der Erde überhaupt.
Das Eine ist sicher: Das Weiterbestehen von Leben auf der Erde
ist nur mit der Abschaffung des globalen kapitalistischen Systems
möglich. Um dem Kapitalismus, der das Leben auf der Erde
als Ganzes an die Schwelle des Abgrunds treibt, ein Ende zu bereiten,
ist heute die Gründung einer internationalistischen revolutionären
Weltpartei notwendiger denn je.
Für den Sozialismus, also für die Befreiung vor der
totalen Vernichtung und für die Organisierung einer Lebensweise,
die auf Gleichheit und Freiheit beruht, ist es noch nicht zu spät...
Aber auf dem Weg zur totalen Vernichtung des Lebens auf der Erde
ist es bereits fünf vor Zwölf!!!