Die Oktoberrevolution kennzeichnete den 20. Jahrhundert

Nachdem die Errungenschaften der Revolution von 1917 nicht mehr existieren und die Sow-jetunion, die durch dieser Revolution entstand, zur historischen Reminiszenz wurde, schrieb der britische Historiker Eric Hobsbawn ein Buch mit den Titel „Kurze 20. Jahrhundert“. In diesem Buch beschreibt er den Prozess der Oktoberrevolution folgendermaßen:
„Die Menschheit wartete auf eine Alternative. Und eine diese Alternativen war 1914 durchaus bekannt. Sozialistische Parteien, die auf die Unterstützung der sich ausbreitenden Arbeiter-klasse in ihren Ländern bauten und vom Glauben an die historische Unvermeidlichkeit ihres Sieges durchdrungen waren, boten in den meisten Ländern Europas diese Alternative an. Und es sah so aus, als bräuchten die Völker nur ein Signal, um sich zu erheben und den Ka-pitalismus durch Sozialismus zu ersetzen und damit die sinnlosen Leiden des Krieges schließ-lich in etwas Sinnvolleres zu verwandeln: die blutigen Geburtswehen und Konvulsionen einer neuen Welt. Die Russische oder genauer: die bolschewistische Revolution vom Oktober 1917 war bereit, der Welt dieses Signal zu geben. Deshalb war sie für dieses Jahrhundert ein e-benso zentrales Ereignis, wie es die Französische Revolution von 1789 für das 19. Jahrhun-dert gewesen war.“ (Eric Hobsbawn „Das Zeitalter der Extreme -Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts“ S. 79)
Sowie bereits von dem Titel seines Buches hervorgeht, beschreibt Hobsbawn den 20.Jahrhundert ungefähr beginnend mit der Oktoberrevolution und beendet auch diesen Jahrhundert ungefähr mit der Auflösung der Sowjetunion.
Das ist auch nicht falsch; nur neben Hobsbawn bewerteten auch sehr viele Historiker diesen Prozess auch so, welchen die KommunistInnen auch zustimmen.

Das die Oktoberrevolution die gesamte Entwicklung des Jahrhunderts so oder so kennzeich-nete, und darüber dass sie eine weltweite historische Umwälzung ist, gibt es sehr viele Be-wertungen, die von verschiedenen Blickwinkel ausgehen, aber in einem Punkt einig sind.
Der amerikanische Journalist John Reed, der ein Zeuge von Oktoberrevolution im Jahre 1917 wurde und auch ein aktiver Befürworter war, sagte unverzüglich nach dieser Revolution fol-gendes:
„Egal was über Bolschewismus gedacht wird, ist die Russische Revolution einer der größten Ereignisse der Menschheitsgeschichte. Das Auftauchen von BolschewistInnen ist ein weltwei-tes bedeutungsvolles Ereignis.“
Ganz bestimmt ist die Oktoberrevolution das größte Ereignis der Geschichte im vergangenen Jahrhundert. Die Oktoberrevolution kündigte den Beginn der Epoche der sozialen Revolution an. Als Lenin diese Epoche „die Epoche der Imperialismus und der proletarischen Revolution“ beschrieb, machte er auf die gleiche Tatsache aufmerksam.
Heute existiert die Sowjetunion nicht mehr, die mit dieser Revolution entstand.
Aber die Auflösung der Sowjetunion, die wie eine Eiterbeule, von innen aus allmählich eitrig einschmilzt und am Ende seine Eiter streuend platzten lässt, war auch eine Entwicklung, die das Ende des Jahrhunderts kennzeichnete.


„Die Kriege kennzeichnen
den 20. Jahrhundert“

Aber in dem gleichen Buch sagt Hobsbawn „der Krieg kennzeichnete diesen Jahrhundert“.
Es sind nicht wenige, die wie Hobsbawn denken, so dass die Revolution von 1917 im 20.Jahrhundert für sich allein eine Stellung hat und dass die Kriege den vergangenen Jahr-hundert kennzeichnen. Darüber hinaus wird die Betonung „der Krieg“ so hervorgehoben, so dass der 20.Jahrhundert nur noch mit den Kriegen und den Konflikten beschrieben werden.
Interessanterweise gibt es auch innerhalb der SozialistInnen, die sich mit dieser Revolution identifizieren, jene, die, die gleiche Ansicht über das 20.Jahrhundert haben. Sogar sie haben sich, nach der Auflösung von Sowjetunion und seine Nacheifernden am Ende im vergange-nen Jahrhundert, gleich vermehrt. Während doch die Geschichte des 20.Jahrhunderts und der Sowjetunion zusammengeschlagen hat. Demzufolge begann der 20.Jahrhundert mit dem ersten weltweiten imperialistischen Verteilungskrieg und endete mit dem Verschwinden der Sowjetunion von der Geschichtsbühne. Diejenigen, die dieses betrachtend behaupten, dass ein Jahrhundert zu Ende ging, den die Kriege kennzeichneten, haben sich ziemlich gut ver-breitet.
Obwohl die Sprecher der Imperialisten immer die Kriege und die Kriegsbedrohungen nicht als eine unvermeidbare Folge des Imperialismus sondern der Existenz der Sowjetunion als Vor-wand nehmend erklärten, ist es deshalb auch nicht merkwürdig, dass sie das Zurücktreten der Sowjetunion von der Bühne als das Ende der Kriegsbedrohungen schlussfolgern.
Aber sehr viele unter den Sozialisten, besonders auch die KP´s in den imperialistischen Metropollen, sahen die Sowjetunion als den Hüter und der Garant des Friedens.
Nun, aus welchem Grund auch, sie und ihre Mitläufer haben angefangen, während der Auflö-sung der Sowjetunion im 20.Jahrhundert, darüber zu reden, dass die Welt „global“ geworden ist und keine Klassenkämpfe und Kriege mehr stattfinden werden. An diesem Trugschluss Glaubende sind mehr den je und vermehren sich auch.


Was wird den 21.Jahrhundert kennzeichnen?

Während doch die letzten Jahre vom vergangenen Jahrhundert unter dem Staub und dem Rauch eines neuen imperialistischen Verteilungskampfes zu Ende ging, hat das 21.Jahrhundert auch mit Kriegen angefangen hat, ist nicht unübersehbar.
Das vergangene Jahrhundert fing mit dem ersten großen imperialistischen Verteilungskrieg an, wurde dann ein noch größeres imperialistisches Kriegsschauplatzes und ging auch unter der Vorbereitung eines neuen Verteilungskampfes zu ende.
Die Benennung dieses Jahrhunderts, dass das von Kriegen gekennzeichnet ist, ist nicht all zu schwer.
Obwohl es so ist, ist trotzdem nicht so leicht von diesen unzähligen Erfahrungen ein Weg he-rauszufinden, um die imperialistischen Kriege zu beenden.
Während doch unter der Führung der Bolschewiken, die sagten, „entweder der Krieg wird zur Revolution führen oder die Revolution zum Krieg“, die Oktoberrevolution verwirklichte und das ist auch ein ganz glänzendes Beispiel dafür, um die imperialistische Kriege, ohne auf der Seite eines der beiden kämpfenden Fronten zustehen, zu beenden.
Dies zeigt für die Lernfähigen und um die imperialistische Kriege tatsächlich zu beenden, den einzig richtigen Weg.


Wird das 21.Jahrhundert, „das Jahrhundert der Aufstände“ sein?

Bevor das vergangene Jahrhundert endete, sagte der Generalstab von NATO, der am ende des Jahres 1997 versammelte, dass die Jahre des 2000´ st in sich die Aufstände und hefti-gen Kämpfe berge. Bei der Tagesordnung mit dem Titel „In 21.Jahrhundert NATO und die Sicherheit“ sagt einer der Berater namens Rogers:

„Die ersten dreißig Jahre des 21.Jahrhunderts werden mit dem Entstehen der Aufstände in den rückständigen Ländern vergehen und durch den Zuwachs der wirtschaftlichen Un-gleichheiten werden die Aufstände nicht einzudämmen sein.“

Sozusagen, um diesen Voraussicht bestätigen zu wollen, erst am Anfang des neuen Jahr-hunderts, durch die Erwürgung der Politik von IMF leisten die proletarischen Massen in Ar-gentinien Aufstand.
Weder die anwachsende Revolution in Argentinien hat aufgehört, noch wird diese Welle Ar-gentinien bleiben.
Nun, haben die Generalstäbe des Imperialismus so eine Voraussicht gehabt, weil sie einen mächtigen Geheimdienst haben?
Es ist nicht nötig, darüber zu diskutieren, wie gut oder nicht gut deren Geheimdienst ist, aber überall in der Welt wissen die Revolutionäre wenigstens wie sie, dass es keine internationa-len Führung gab, die zu solch einen Aufstand sich vorbereitete. Worauf stützt sich die Vor-rausicht der NATO, wenn es keine revolutionäre Bewegung gibt, die nicht in der Vorberei-tung solch einen Aufstand befindet? Wenn es aus den historischen Erfahrungen heraus sol-che Vorrausicht zu erlangen wäre, dann zeigen die historischen Erfahrungen, dass die spon-tanen Reaktionen gegen die imperialistische Unterdrückung und Ausbeutung am Ende doch das Wasser zur Mühle der Bourgeoisie tragen. Wenn es so aussieht, als ob sehr viele Revolu-tionäre dies vergessen hätten, wissen die Klassenfeinde, leider deren Gedächtnis besser als unseres ist, dies schon.
Das heißt also, dass NATO seine Vorrausicht aus seinen eigenen Planungen heraus erlangte.


Welcher Voraussicht bringen die Imperialisten zur Sprache?

Der Konkurrenz zwischen den Imperialisten wird allmählich heftiger und die imperialistischen Zentren können die Krise, in der sie zappeln, nicht überwinden. Die kapitalistischen Angriffe gegen die Arbeitermassen nehmen mehr und mehr zu, aber das hilft auch nicht.
So das die bestimmte Imperialisten schon ihre Augen auf den gegenseitigen Teller gerichtet haben und sie haben angefangen einzusehen, dass der heftiger Kampf unter einander un-vermeidbar ist.
Dieser schnell wachsendes Prozess wird begleitet überall auf der Welt von den spontanen Widerstände, der Teil der Massen, die unter dem Joch der Imperialisten stehen, die mehr unterdrückt und ausgebeutet werden, die das Ankommen diese heftigen Kampfes nicht be-wusst aber dennoch spürend wahrgenommen haben.
Unter diesen Umständen ist es auch nicht wunderlich, das sie mit der Ration angefangen ha-ben, die sie bis heute als Trinkgeld, welches mit dem Schweigegeld gleichzusetzen ist, das an die Knechten innerhalb der Arbeiterklasse zu leisten war, um die Knechten an sie zu bin-den, einzustellen. Und so hat die Schicht der Arbeiteraristokratie angefangen allmählich ab-zunehmen, sowohl in den imperialistischen Metropollen, als auch in den spät kapitalistischen Ländern. Die beständigen Sektoren dieser Schicht wird auch mehr und mehr bedroht.
In den letzten Jahren überall auf der Welt bemerken sehr viele Kreise, die jahrelang auf den Händen getragen wurden und Berufsgruppen die bedrohliche Lage ihre Privilegien und ha-ben angefangen mit der Verteidigungsreflex zu reagieren, um die „errungenen Rechte“ zu verteidigen.
Somit rutscht auch der Boden unter den Füßen der verräterischen ArbeiterInnenführer, die bis heute auf den Rücken dieser privilegierten Kreisen standen, die auf den Köpfen der Ar-beiterorganisationen, welche im Rahmen des Systems standen, Stellung einnahmen und so als Sicherheitsventil fungierten, um die Arbeiterklasse und die unterdrückten Maßen an das System des Kapitals einzubinden.
Diese Knechten des Kapitals innerhalb der Arbeiterklasse, die so vernarrt um ihrer eigenen Sorgen sind, soweit dass sie nicht mehr fertig bringen die Aufstände der Unterdrückten in Rahmen des Systems zu halten, brauchen neuen Ansturm um ihre Privilegien und ihren Exis-tenzgrund zu sichern.

Den Imperialisten ängstigen nicht
„die Bewegung der Globalisierungsgegner“

Als die Angriffe der imperialistischen Kapitals sich verstärkten, haben diejenigen, die bis ges-tern mit den Märchen „der Globalisierung der Welt“ von Frieden träumten und sogar auch die, die Massen mit dieser Märchen einzuschläfern versuchten, angefangen mit der Identität als „Globalisierungsgegner“ zur Straßen zu strömen mit der Geschrei „Kapitalismus
tötet“ u. ä . Sind es diese Aufstände von dem die Generalstäbe von NATO wohl reden?
Diejenigen, die bis gestern von den Vorzügen der Globalisierung erzählten, verfolgen jetzt die Absicht mittels „die Bewegung als Globalisierungsgegner“ die Massen wieder in den Rahmen des Systems zu integrieren. So träumen sie davon, dass sie ihre alten Privilegien wieder bekommen werden. Auch diejenigen, die den Antiimperialismus mit den Globalisie-rungsgegner, Friedenliebende mit den Antimilitarismus, dafür der revolutionäre Sabotageakt erforderlich ist, und kurz die Massen der Außenbezirke von Argentinien, die den Stadtzentren überfallen haben, mit denen, die nach Seattle, Prag oder Genua Reisenden verwechseln, tra-gen den Wasser zur Mühle diesen links Aussehenden Knechten des Kapitals. Die sich mit den imperialistischen Konkurrenten der USA gelenkten pazifistischen Demonstrationen trösten, erwarten von den Weltsozialforum Unterstutzung.
Sie glauben, dass solcher Tätigkeiten und Aktionen die Massenaufstände sei, die die imperia-listischen Angriffe verhindern werde und wollen dass auch andere daran glaubt.
Während doch diese Entwicklungen ehr nicht die Aufstände gegen den Imperialismus aus-drücken, ganz im Gegenteil, sie drücken ehr, die Verhinderung solch eine Aufstand und die Bemühungen der Reaktion des Proletariats in das Kielwasser der heftigen Streitereien, die zwischen den Imperialisten stattfindenden, beizumischen aus.
Nun die imperialistische Vorrausicht umfasst auch einerseits diese Entwicklung. Dement-sprechend machen sie auch ihre Pläne.
Diese Pläne betreffen einerseits den rücksichtlosen Zuwachs der Angriffe, so dass der letzte Angriff in Irak eines des deutlichsten Ausdrucks dafür ist. Andererseits bemühen sie sich auch sorgfältig für die Kanäle, vor allem um die konzentrierte Reaktionen in den Metropollen freizumachen. Öffentlich, dass das 21.Jahrhundert, das Jahrhundert der Aufstände wird, zu sagen hat auch eine Seite, die zur Verwechselung der „ Fassonaufstände“ mit den tatsächli-chen antiimperialistischen Aufstand dient. Außerdem, da ja die Reformisten, die für die jah-relange Aufhaltung der Massen belohnt wurden, auch gezwungen sind „um etwas zu tun“; da ja ihre Schein- und kontrollierte Aktionen mit der Kontrollbereich überströmende Auf-stände der Massen sich gleichzeitig entwickelt, zeigen diese Zustände, dass es eine internati-onale revolutionäre Führung notwendiger denn je ist, die gegen die Knechten des Kapitals innerhalb der Proletariat, gegen die Opportunisten, die die Politik der Bourgeoisie in die Rei-hen der ArbeiterkInnenlasse trägt und mit den Zentralistinnen, die zwischen denen und Re-volutionären träge stehen, kämpft. In diesem Fall sind die Lehren, die durch den Erfahrun-gen der Bolschewiken entstanden sind, auch notwendiger denn je.

Die Oktoberlehren sind nötiger mehr denn je

Wenn es möglich und notwendig wäre die Bedeutung und die Wichtigkeit der Russische Re-volution von 1917 nur aus einer Sicht zu erläutern, so wäre diese Revolution der Erster und leider der Letzte Beispiel, der uns den Weg zeigte, wie die durch den imperialistische Tei-lungskrieg geborenen Kriege von dem Proletariat und den Unterdrücktenmaßen ein Ende gesetzt werden kann. Kurz vor dem Zwanzigsten Jahrhundert, zeigten sich die Entwicklun-gen, wie die kapitalistischen Produktionsverhältnisse zu der imperialistische Ebene überging. Die, die Welt unter sich aufgeteilten bestimmte Imperialistischen Staaten, streiten sich kurz vorm Ende des vergangenen Jahrhunderts um die Welt noch einmal unter sich aufzuteilen. Als die Bolschewiken sahen, dass dieser Streit unumgänglich die ganze Welt umfassen wird, verteidigten sie die Erhöhung „des Klassenkampfes gegen den Krieg“ als den Weg zur Been-digung des Imperialistischenkrieges und das haben sie auch bewiesen.
Es gab auch im vergangenen Jahrhundert diejenigen, die dachten, dass der Fäulnisstadium ereichte kapitalistische Herrschaft, auch weltweit ohne Krieg zuführen, sich fortführen kann. Es gab zu Beginn des neuen Jahrhunderts auch welche, die das gleiches verbreiteten. Also diejenigen, die immer noch hartnäckig behaupten, dass die Kriege durch die friedliche Wege zu verhindern wären. Es gibt immer noch welche, die den 21.Jahrhundert als den Verkünder, für ihre Sehnsucht nach einer Welt ohne Kriege, ansehen, während doch in Afghanistan und Irak die Rauchwolken aufsteigen. Es gibt auch welche, die glauben, nämlich durch die Einmi-schung von UNO, also durch den Druck der „Friedenliebende Kräfte“ auf das UNO, die Kriegswilligen imperialistischen Mächte zu verhindern wären.
Es gibt auch welche, die wiederum den veralteten Wunsch verbreiten; unglücklicherweise vermehren sie sich auch.
Jedoch kennzeichnen ganz offensichtlich den Zwanzigsten Jahrhundert, als auch den ersten Jahren des jetzigen Jahrhunderts, die Vorbereitungen des Imperialisten, die Welt unterein-ander zu teilen und die ersten Übungen zur dieser Teilung.
In diesem Fall sind die Lehren von Oktoberrevolution wichtiger mehr denn je.


 

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