Diejenigen, die an dem Imperium
der Weißen keine Mitschuld haben - Steht Auf!
In
dem Kampf gegen die Westlichen(1) Weißen(2)
Mächte, die die Gebiete, die sie besetzten und das dortige
Leben in eine Hölle verwandelten und dadurch ihr Paradies
schufen, ist Mumia Abu-Jamal in Gefangenschaft geraten. Aus dem
gleichen Grund wird er seit 18 Jahren mit dem Tod bedroht und
in einer der Festungen des Weißen Imperiums als Geisel gehalten.
Die Herrschenden wollen Mumia Abu-Jamal ermorden, weil sie ihn
als Teil des Krieges gegen die Armen dieser Erde betrachten. Sie
wollen ihn ermorden, weil er ein Symbol ist; er ist der Ruf eines
Schwanes, der die Herzen der armen Menschheit warm werden lässt;
er ist das unlöschbare Feuer der schwarzen(3)
Rebellion. Deshalb will ihn das weiße Imperium töten.
Die Herrschenden wissen ganz genau, was dieser Fall für sie
bedeutet, deshalb behandeln sie es nicht als politischen Fall,
sondern bemühen sich es als Rechtsfall in der Geschichte
verschwinden zu lassen. Es gibt an diesem Verhalten der Herrschenden
nichts Unverständliches und Kritisierbares; sie sind der
Henker der armen unterdrückten Menschheit; sie haben ihre
Herrschaft in dieser Weise erschaffen, und in der gleichen Weise
werden sie es fortführen. Nun, was ist mit den westlichen
„revolutionären“ Kräften, die behaupten,
gegen den herrschenden Westen zu sein... Das ist, was wichtig
ist, diskutiert und kritisiert werden muss.
Die westlichen „revolutionären“ Kreise verstehen
immer noch nicht den Kampf der Menschen, dessen Leben sie vorgeben
retten zu wollen, betrachten den Fall weiterhin im Rahmen eines
Rechtsskandals. Die Westlichen Mächte haben durch den Export
von Grausamkeit in die Welt der Schwarzen im Westen eine Wohlstandsgesellschaft
geschaffen. Anstatt, dass die „revolutionären“
Kräfte, die in den westlichen Metropolen dieser schmutzigen
Wohlstandsgesellschaft leben, die Festungen der Grausamkeit also
die Wohlstandsgesellschaft, von der auch sie profitieren angreifen,
bevorzugen sie die „Verteidigung“ derjenigen, die
gegen die Verwüstungen des Westens rebellieren. Das bedeutet,
dass diese „revolutionären“ Kräfte für
die Opfer der Grausamkeiten „Recht“ und „Gerechtigkeit“
fordern, womit sie einerseits ihr Gewissen beruhigen und andererseits
so tun, als ob sie etwas täten, wodurch sie wiederum die
unterdrückte arme Menschheit, denen sie eigentlich etwas
schulden in die Position von jemanden versetzen, der ihnen etwas
schuldet. Wissen diese sauberen Kinder der schmutzigen Wohlstandsgesellschaft
denn nicht, dass die Grausamkeit in den Regionen außerhalb
des Westens fortdauern, so lange die westlichen Festungen, die
Grausamkeiten produzieren und die Wohlstandsordnung, das auch
sie genießen, nicht zerstört sind. Natürlich wissen
sie das, aber weil das, was sie noch wissen überwiegt, bevorzugen
sie es den Fall weiterhin als Rechtsfall zu betrachten. Die westlichen
„revolutionären“ Kräfte müssen jedoch
wissen, dass diejenigen, die gegen die Grausamkeit rebellieren
weder die weiße Gerechtigkeit, ihr Mitleid noch ihre Hilfe
brauchen... Was sie brauchen ist der gemeinsame Kampf. Die westlichen
„revolutionären“ Kräfte müssen eines
gut wissen, dass das Mitleid und die Hilfe diejenigen brauchen,
die sich dem schmutzigen Wohlstand der grausamen Ordnung und dessen
Privilegien ergeben und auch die Kräfte, die versuchen Schutzherrschaft
von denen zu sein, die den Preis für den Wohlstand des Westens
zahlen. Wenn die westlichen „revolutionären“
Kräfte mit der armen Menschheit eine Schicksalsgemeinschaft
eingehen wollen, müssen sie anfangen sich zuerst von sich
selbst und von der schmutzigen Wohlfahrtsgesellschaft, von dem
sie ein Teil sind, zu befreien. Erst dann können sie mit
Mumia Abu-Jamal, der ein Teil des Befreiungskampfes der armen
unterdrückten Menschheit ist, eine Schicksalsgemeinschaft
eingehen. Indem mensch im Namen von Mumia Abu-Jamal Feten, Frühstücke,
Demos an „Wochenenden“ organisiert; indem mensch sich
an die Privilegien der Westler lehnt und als Delegationen in die
armen Länder geht, um die „Menschenrechts“-verletzungen
und die Kriege zu protokollieren; indem mensch sich zum Schutzherrschaft
der Menschen der unterdrückten Welt macht, die die Rechnung
der westlichen Bequemlichkeit bezahlen, und sich erhobenen Hauptes
befreit gibt und versucht andere zu befreien kann der/die „gutherzige“
westliche BefreierInnen nicht mit Mumia Abu-Jamal und der armen
unterdrückten Menschheit in den gleichen Reihen kämpfen.
Der heutige Kampf von Mumia Abu-Jamal ist die Fortsetzung seines
Kampfes, bevor er in Gefangenschaft geriet. Sein Kampf ist nicht
die Forderung von Gerechtigkeit von der Weißen Herrschaft,
sondern ein Kampf gerade gegen die Herrschaft und Gerechtigkeit
der Weißen. Wenn das Problem von seinem eigentlichen Kern
gelöst wird, wenn es zu einem Rechtsfall degradiert und unpolitisch
dargestellt wird - was heute der Fall ist- und erst dann wird
das Leben, das die Existenzgrundlage von Mumia Abu-Jamal ist,
ermordet, und die westliche „revolutionäre“ Linke
nichts anderes sein wird, als die linke Version von amnesty international,
der Institution, in der sich der Westen seine schmutzigen Hände
wäscht.
Die Schwarze Rebellion rüttelt weiterhin an den Festungen
der Weißen Grausamkeit. Die Schwarze Rebellion singt immer
noch das Lied derer, die sich in den weißen Kerker der Grausamkeit
nicht unterwerfen.
1 Der Begriff „Westlich“
(Westen) ist nicht geographisch gemeint, sondern politisch und
beinhaltet Westeuropa, Nordamerika und Japan.
2 Der Begriff „Weiß“
deutet keine Hautfarbe an, sondern ist ein politischer Begriff
für die Privilegierten dieser Erde.
3 Der Begriff „Schwarz“
bezieht sich nicht auf die Hautfarbe; er ist politisch und bezeichnet
die Unterdrückten dieser Welt.