ÜBER DEN AUFRUF
“PROLETARIER ALLER LÄNDER,
VEREINIGT EUCH!”(1)
Statt
Der Fußnote
Vor
155 Jahre von heute haben Marx, Engels und ihre Genossen die ArbeiterInnen
der Welt fürs Befreien und Befreit Werden zum “Vereinigen”
aufgerufen. Dieser Aufruf wurde in derselben Weise von ihren Nachfolgern
wiederholt und wird heute immer noch wiederholt. Wie bis heute
über diesen Aufruf nicht nachgedacht wurde, wird heute auch
nicht darüber nachgedacht. Was dieser Aufruf gestern bedeutete
und was er heute bedeutet, wird auch nicht debattiert. Dieser
Aufruf wird heute, wie bereits erwähnt, wiederholt, aber
wie und unter welchen Bedingungen diese Vereinigung möglich
ist, wird in keiner Weise aufgeklärt. Dass die weltweite
Errichtung des Sozialismus das vereinigte Handeln der WeltarbeiterInnenklasse
braucht, ist eine unvermeidliche Tatsache und dies ist für
uns auch selbstverständlich. Was wir debattieren möchten,
ist nicht diese Seite der Sache. Was wir debattieren möchten
ist das, was die gestrige Bedeutung des Aufrufes, “PROLETARIER
ALLERLÄNDER, VEREINIGT EUCH!”, ist, was er heute bedeutet
und was unbedingt getan werden muss, damit dieser Aufruf auf die
Welt gebracht werden und er das Credo der gemeinsamen Befreiung
der Ausgebeuteten gemacht werden kann. Ein anderes Thema, das
wir hier berühren möchten, bezieht sich auf die Vielseitigkeit
der Spaltung der ArbeiterInnenklasse. Natürlich existiert
diese Spaltung nicht nur in Form von Westlich und Nicht-Westlich.
Die ArbeiterInnenklasse ist auch in sich gemäß den
Unterschieden und den Diskriminierungen, die auf der “Rasse”,
der “Nationalität”, der Familie, dem Geschlecht,
dem Privileg und noch mehreren Tatsachen basieren, gespaltet.
Die Überwindung von alledem ist zumindest so wichtig wie
die Überwindung der westzentristischen Spaltung der ArbeiterInnenklasse.
Aber wir werden den Aufruf, “PROLETARIER ALLER LÄNDER,
VEREINIGT EUCH!”, nicht in Bezug auf das Ganze der Spaltung
der ArbeiterInnenklasse, sondern im Rahmen ihrer westzentristischen
Spaltung behandeln.
Über
die damalige Bedeutung des Aufrufes, “Proletarier Aller
Länder, Vereinigt Euch!”, über seine Angeredeten
und was dieser Aufruf für sie damals bedeutete
Marx
und Engels beendeten das Kommunistische Manifest, das sie vorüber
150 Jahren geschrieben haben, mit diesem Aufruf: “PROLETARIERALLER
LÄNDER, VEREINIGT EUCH!” Das Kommunistische Manifest
endete mit diesem Aufruf, weil Marx und Engels die ArbeiterInnenklasse
als einzige Macht, die den Kapitalismus umstürzen und das
Paradies auf die Erdebringen kann, betrachteten. Inzwischen sind
150 Jahre vergangen und weder Proletarier aller Länderhaben
sich vereinigen können noch der Kapitalismus konnte umgestürzt
werden. Im Gegenteil hat der Kapitalismuslänger existiert
als wie es vorgesehen wurde, und hat alle Hindernisse, in denen
sein Untergang erwartet wurde, überwunden, indem er noch
mächtiger wurde. Aber dieses Ergebnis ändert sich nichts
an der Bedeutung und der Richtigkeit des Aufrufes von Marx und
Engels. Und auf gleiche Weise beseitigt diese Tatsache auch nicht
die Richtigkeit, dass die einzige Macht, die den Kapitalismus
umstürzen kann, die ArbeiterInnenklasse ist, und, dass ihre
internationalistische Vereinigung die Voraussetzung für die
erfolgreiche Durchsetzung ihrer weltweiten Mission ist. Selbstverständlich
war dieser Aufruf richtig und selbstverständlich war die
einzige soziale Klasse, die das Kapitalismusvernichten kann, die
ArbeiterInnenklasse. Dies war gestern auch so, und heute hat es
sich daran auch nichts geändert. Das Problem stammt nicht
daraus, sondern aus der Betrachtungsweise derjenigen, die das
Kommunistische Manifest und den Aufruf im Kommunistischen Manifest
als Fahne tragen, die die Gesellschaften, die sozialen Klassen
und Tatsachen als mechanischer und widerspruchsloser Prozess begreifen.
Wie folgt: Der Kapitalismus, sogar in seiner Entstehungsregion
konnte das Potenzial, die dortige ArbeiterInnenklasse zu ernähren,
nicht erreichen. Zwar hatte damals die westeuropäische ArbeiterInnenklasse
nicht zu unterschätzende Privilegien, z.B. sie wurden nicht
als Sklave gekauft und verkauft, aber selbst dieses Privileg konnte
die westeuropäische ArbeiterInnenklasse nicht satt machen.
Es reichte nicht aus, ein miserables Leben zu führen, zu
verhindern. Dies zwang sie zu kämpfen, mit dem Kapitalismus
in Konflikt zu geraten und schließlich revolutionär
zu werden. Folglich bedeutete der Aufruf, “Proletarier aller
Länder, vereinigt euch!”, für die Angeredeten
vieles. Sogar, dass die angeredeten ArbeiterInnen nicht das Gleiche
von dem Aufruf wie die Aufrufenden verstanden haben, hat ihre
Haltung sie mit den Aufrufenden auf den gleichen Boden zusammen
gebracht. Aus diesem Grund Marx, Engels und die Marxisten wie
Lenin, Trotzki und Rosa Luxemburg, die ihre Nachfolger waren,
gaben die Führungsmission der sozialistischen Weltrevolution
der westeuropäischen ArbeiterInnenklasse, und lehnten all
ihre Voraussichten, Strategien, Taktiken und schließlich
ihre Programmen an diese Realität. Aber aus diesem oder jenem
Grund ist das Erwartete nicht passiert. Am Ende hat die westeuropäische
ArbeiterInnenklasse, im Gegenteil wie es vorausgesehen wurde,
keine revolutionäre Mission übernehmen können,
und der Kapitalismus ist aus den Todeskämpfen noch mächtiger
raus gekommen. Und seine Leistung Tag für Tag erhöhend
hat das Gesicht der gesamten Welt seinem Gesicht ähneln lassen.
Das bedeutet aber nicht, dass die Krisen der Wachstumsphasen des
Kapitalismus sowohl im 19. Jahrhundert als auch am Anfang des
20.Jahrhundert nicht sein Ende seinkönnen. Doch, diese Krisenphasen
hätten sein Ende sein können, aber dies hätte nicht
durch das Verbrauchen aller Potenzialen des Kapitalismus, wie
z.B. beim Jagen, der Gejagte zu sein, sondern als Folge der Klassenkämpfe
geschehen können. Der Kapitalismus ist zur Jagd gegangen
und hat das geschafft, ohne gejagt zu werden, zu jagen, und bis
heute der Jäger des Lebens zu sein. Das Ergebnis wird sich
nicht ändern, egal wer und wie die Gründe dieser Tatsache
erklärt, deswegen versuchen wir hier nicht die Gründe
zu erklären und lassen sie als Thema eines anderen Textes
beiseite. Am Ende ist der Kapitalismus nicht umgestürzt,
und wir sind zur Gegenwart gekommen. Heute, die “Sozialisten”,
die behaupten, dass sie die Erben des Kommunistischen Manifest
sind, wiederholenden Aufruf, den Marx und Engels vorüber
150 Jahren gemacht haben, in gleicher Weise und treten miteinander
in Wettbewerb, um den Todeskampf des Kapitalismus zuerst mitzuteilen.
Aus unserer Ansicht fängt das Problem gerade an diesem Punkt
an. Demgemäß, was überwunden werden sollte, ist
weder der Aufruf von Marx und Engels noch die Realität dessen,
dass die angeredete ArbeiterInnenklasse die einzige Macht ist,
die den Kapitalismus umstürzen kann. Was überwunden
werden sollten, sind die “Sozialisten”, die diesen
Aufruf nachdrücklich bloß wiederholen, ohne seine Bedeutung
in der heutigen Welt zu verstehen. Weil heute die Situation, in
der sich die WeltarbeiterInnenklasse befindet, keine solche Realität
hat, diesem Aufruf, “Proletarier aller Länder, vereinigt
euch!”, eine positive Antwort zu geben. Ganz im Gegenteil,
ein Teil der WeltarbeiterInnenklasse, nämlich die westliche
ArbeiterInnenklasse, ist für das Errichten einer Mauer zwischen
ihr und den ArbeiternInnen der arm gemachten Welt, und hält
daran auch fest, anstatt eine Schicksalsgemeinschaft mit den ArbeiternInnen
der arm gemachten Welt zu bilden, mit eigenen Klassenfeind, den
Kapitalisten, so Schicksalsgemeinschaft zu bilden. Demzufolge
ist die westliche ArbeiterInnenklasse, obwohl sie, theoretisch
gesehen, ein Teil der WeltarbeiterInnenklasse, die das Subjekt
der Weltrevolution ist, ist, stellt sie hinsichtlich ihrer heutigen
Praxis einer des wichtigsten Hindernisses vor der WeltarbeiterInnenklasse
und der Weltrevolution dar.
Über
die heutige Bedeutung des Aufrufes, “Proletarier Aller Länder,
Vereinigt Euch!”,
und seine heutigen Angeredeten
Als
Marx und Engels vor 155 Jahren die Proletarier aller Länder
zum Vereinigen aufgerufen haben, egal ob sie es nicht gewollt
haben, waren diejenigen, die sie aufgerufen haben, die westeuropäische
und zum Teil auch die nordamerikanische ArbeiterInnenklasse, weil
die von ihnen gemeinte ArbeiterInnenklasse nur auf diesen Geographien
vorhanden war. Aber in der gegenwärtigen Welt der größte
Teil der ArbeiterInnenklasse lebt außerhalb der Grenzen
dieser Geographien. Darüber hinaus, zur von Marx und Engels
gemeinten Definition des/der Arbeiters/in passen nicht die westeuropäischen
ArbeiterInnen, sondern die asiatischen, afrikanischen und südamerikanischen
ArbeiterInnen. Also mit den Worten der Gründer des Marxismus
sind die ArbeiterInnen, die “nichts zu verlieren haben außer
ihren Ketten”, nicht die westlichen, sondern die außerhalb
der “Grenzen” des Westens lebenden ArbeiterInnen.
Diejenigen, die vor 155 Jahren als “nichts zu verlieren
haben” bezeichnet wurden, haben heute vieles zu verlieren.
Und die wahren Angeredeten des Aufrufes zum “Vereinigen”,
die westlichen ArbeiterInnen, haben heute gegenüber der Mehrheit
der WeltarbeiterInnenklasse einen privilegierten Zustand, und
dementsprechend sind sie einer der ernsthaften Hindernisse vor
der Vereinigung der WeltarbeiterInnenklasse. Wenn dies der Fall
ist, dann ist es nicht möglich, den heutigen Zustand mit
den Betrachtungen, Strategien und Programmen von vor 155 Jahren
zu erklären und zu ändern. Heute, das uns gegenüber
stehende Bild sieht so aus: Im Gegenteil der Vorausgesehenen,
auf seinen Niederganggewarteten Kapitalismus hat einen bis jetzt
noch nie gesehenenfreien Raum gewonnen. Die ArbeiterInnenklasse
war in ihrer eigenen Geschichte noch nie so weit von dem Klassenbewusstsein.
Und als Versicherung des Weltsozialismus betrachtete westliche
ArbeieterInnenklasse bildete noch nie in ihrer eigenen Geschichte
in diesem Maßstab eine Schicksalsgemeinschaft mit der Bourgeoisie
und aller wichtigste, die WeltarbeiterInnenklasse hat noch nie
in der eigenen Geschichte in diesem Maßstab gegensätzliche
Interessen gehabt. Wie folgt: Der in Somalilebende Arbeiter und
der in Dänemarklebende Arbeiter, obwohl die beiden in verschiedenen
Ländern leben, arbeiten sie für die gleiche Firma. Sie
produzieren die gleiche Ware, und diese Ware wird auf demselben
Markt für denselben Preis verkauft. Aber der in Somali lebende
Arbeiter bekommt 10$ pro Monat, der in Dänemark lebende Arbeiter
verdient hingegen 2500$ pro Monat. Zusätzlich dazu, der in
Dänemark lebende Arbeiter verfügt über wie das
Arbeitslosengeld, die Krankenversicherung und über noch weitere
soziale Versicherungen, die der in Somalilebende Arbeiter noch
nicht einmal in seinem Traum gesehen hat. Als der in Somali lebende
Arbeiter die Hungersnot zu besiegen, mit ihr zu kämpfen versucht,
kennt der in Dänemark lebende Arbeiter nicht einmal die Hungersnot.
Als der in Somali lebende Arbeiter für das Recht auf Freizügigkeit
kämpft, widerstehen die dänischen und anderen westlichen
Arbeiter entschlossen dem Recht auf Freizügigkeit. Als der
in Somali lebende Arbeiter die Grenzendes Westens aufbricht, um
auch die Privilegien der westlichen ArbeiterInnen zu haben, verlangen
die westlichen ArbeiterInnen noch schärfere Grenzüberwachungen,
um mit Neuen nicht zu teilen, was sie haben. Als die im Westen
lebenden und aus den armen Ländern gekommenen EinwandererInnen
sowohl durch die Gesetze als auch durch die Faschistenständig
terrorisiert werden, sagen die westlichen ArbeiterInnen, dass
sie solche Ereignisse mit Verständnisempfangen, und sie wissen
auch, dass die gegen Einwanderern gerichteten Gesetze und die
Faschistenangriffe zur Verteidigung ihrer Privilegiendienen und
genau aus diesem Grund sind sie für diese Angriffe. Wenn
dies der jetzige Fall ist... Ist es möglich die derart gegensätzliche
Interessenhabenden Komponenten der WeltarbeiterInnenklasse für
die gemeinsamen Interessen in Bewegung zu setzen? Diejenigen,
die “Ja” sagen, müssen auch noch behaupten können,
dass die westlichen ArbeiterInnen zugunsten der ArbeiterInnen
der arm gemachten Welt freiwillig auf ihre eigenen Privilegien
verzichten können. In welcher Ära der Geschichte wurde
es gesehen, dass die Privilegierten auf ihre Privilegienfreiwillig
verzichtet haben? Gibt es ein Beispiel dafür? Nun, die Fragen,
die beantwortet werden sollen, sind diese. Ohne diese Fragen zu
beantworten, ist es unmöglich voranzukommen. Und diejenigen,
die diese Fragen beantworten sollen, sind die KommunistenInnen.
Über
die unumgänglichen, damit der Aufruf, “Proletarier
Aller Länder, Vereinigt Euch!”, davon, nur als ein
schöner Klang für die Ohren
zu sein, befreit wird, um auf die Welt gebracht werden zu können
“
Der Grund des Überlebens des modernen Kapitalismus ist die
aus den Kolonienbeschaffenen übermäßigen Profite.
Solange der Westen von diesen übermäßigen Profiten
nicht entbehrt, wird es unmöglich sein, dass die europäische
ArbeiterInnenklasse das kapitalistische System abschafft.”
(Komintern, aus den II. Kongressdokumenten)
Das
ist eine definitive Wahrheit, dass der Kapitalismus, solange er
die internationale Ausbeutung fortsetzen kann, auf die Privilegierung
der westlichen ArbeiterInnenklasse, indem er der westlichen ArbeiterInnenklasse
ein Teil von dieser Ausbeutung gibt, nicht so einfach verzichten
wird. Aber erst nachdem die Räume der internationalen Ausbeutung
des westlichen Kapitalismus enger werden, richtet sich der Kapitalismus
nun nach innen und fängt an mit der bis dahin hinter der
Front gehaltenenwestlichen ArbeiterInnenklasse, indem er seine
Allianz mit ihr bricht, zusammenzustoßen. Aber der Kapitalismus
tut das nicht, weil er es will, sondern als Ausweg der Ausweglosigkeit,
denn dieser Konflikt kann auch sein Ende sein. Deshalb vermeidet
er diesen Konflikt und möchte diese Mittäterschaft,
die durch die Privilegierung der westlichen ArbeiterInnenklasse
gegenüber dem Rest der WeltarbeiterInnenklasse entstanden
ist, solange sie fortgesetzt werden kann, beibehalten. Was müssen
die KommunistenInnen angesichts dieser Situation tun? Wahrscheinlich
was getan werden muss, ist nicht darauf zu verzichten, für
eine egalitäre und freiheitliche Welt zu kämpfen. Im
Gegenteil, die Existenz des Lebens auf der Welt als Ganze ist
nur davon abhängig geworden, dass der Kapitalismus endgültig
vernichtet wird, und es ist für die KommunistenInnen unvermeidlicher
als vorher geworden für eine egalitäre und freiheitliche
Welt zukämpfen. Also was getan werden muss ist, das in die
Luft zu sprengen, was die Vereinigung der WeltarbeiterInnenklasse
untergräbt, die das unumstrittene Subjekt der Weltrevolution
ist, welche der einzige Weg für eine egalitäre und freiheitliche
Welt zu gründen ist. D.h. gegen die Spaltungen und die Privilegien,
die in der ArbeiterInnenklasse vorhanden sind, und auf Tatsachen
wie Rasse, Nationalität, Familie, Geschlecht, Privileg usw.
beruhen, muss es einen Kampf geführt werden. Selbstverständlich
eine solche Haltung wird dazu führen, dass gleichzeitig einer
gewonnen, anderer verloren wird. Aber das ist die Dialektik des
Lebens, und es ist unmöglich davon zu vermeiden. Sonst wird
der Kapitalismus durch das Spalten der ArbeiterInnenklasse auch
danach weiter existieren, indem er, wie es bis heute der Fall
war, mit der Benachteiligung von Einer, die Andere privilegiert.
Und solange dieser Zustand umgeändert existiert, wird es
unmöglich sein, die internationalistische Vereinigung der
ArbeiterInnenklasse zu erreichen. In diesem Fall würde der
Kapitalismus seine Existenz fortsetzen, indem er vernichtet. Die
SozialistenInnen hingegen werden weiterhin phantasievolle Träume
produzieren, für die Probleme eines anderen Planeten, der
gar keinen Zusammenhang mit der heutigen Welt hat, Lösungen
finden, für die Befreiung der Unterdrückten dieses fiktiven
Planeten Organisationengründen, Programmen und Strategien
bilden und die fiktivenAngeredeten zum “Vereinigen”
aufrufen,folglich werden sie mit eigenenHänden zur Stärkung
des Kapitalismus beitragen. Falls dies nicht was getan werden
möchte wäre –da die Zukunft des Lebens davon abhängt-,
dann ist es noch nicht zu spät!
1
Als Marx und Engels diesen Aufruf, „Proletarier aller Länder,
vereinigt euch!“ gemacht haben, waren die Angeredeten dieses
Aufrufes die westeuropäischen Arbeiter, weil damals eine
Arbeiterklasse, die ähnlich mit der Definition von Marx und
Engels war, außerhalb von Europa noch nicht auf die Bühne
der Geschichte aufgetreten ist. Dementsprechend diejenigen, die
zum Vereinigen aufgerufen wurden, und die Mission hatten, die
Unterdrückten zu befreien, waren die westeuropäischen
Arbeiter. Diese Haltung ist aus unserer Sicht diskussionsbedürftig.
Aber, weil
diese Haltung im Rahmen dieser Schrift zu diskutieren
sehr schwer ist, begnügen wir uns hier nur mit ihrer Betonung
als eine Fußnote, und lassen sie beiseite, um in einer anderen
Schrift allein zu behandeln.