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ÜBER DEN KAPITALISMUS, ÜBER DIE UNMÖGLICHKEIT DES
„SOZIALSTAATES, DES SOZIALEN WOHLSTANDS, DER SOZIALEN GERECHTIGKEIT“
UNTER DER HERRSCHAFT DES KAPITALISMUS, ÜBER DEN ATTAC, DER
SAGT, DASS EIN ANDERE WELT UNTER DER HERRSCHAFT DES KAPITALISMUS
MÖGLICH IST; UND ÜBER DEN VERRAT DER WESTLICHEN REVOLUTIONÄREN
KRÄFTE, DIE SICH ZU DEM MÖGLICHKEITEN DIESER UNMÖGLICHKEIT
HERABLASSEN
Über
den Kapitalismus, über die Unmöglichkeit
des „Sozialstaates, des sozialen Wohlstands,
der sozialen Gerechtigkeit“ unter der Herrschaft
des Kapitalismus:
Kapitalismus
ist, sei es den Umständen nach, die bei seiner Entstehung
darauf basiert hat oder seiner Entstehung nach oder sei es seiner
heutigen Erscheinung nach, ein internationales Ausbeutungssystem,
das auf ungleichen Beziehungen basiert, ungleiche Beziehungen
aufzwingt und nur auf diese Weise existieren kann. Mit anderen
Worten ist es der Name eines Systems, das eine bestimmte privilegierte
gesellschaftliche Klasse nur dadurch schaffen kann indem es all
die sozialen Strukturen zerstört. Charakteristisch für
den Kapitalismus ist, dass es das Individuum gegen die Gesellschaft
und den Individualismus gegen das Soziale stellt und es heiligt.
Er kann nichts ermöglichen ohne etwas anderes zu vernichten;
er kann nicht einem Einzelnen den Wohlstand erschaffen, ohne viele
Menschen verarmen zu lassen. Nur durch Vernichten kann er existieren,
d.h. der Kapitalismus, ist seiner Natur nach nicht sozial; kann
auch nicht werden. So wie es keinen Staat des Volkes oder der
Nation geben kann, und die Bourgeoisie diese Begriffe nur zum
Verschleiern der Tatsache benutzt, dass der Staat ein Staat einer
Minderheit, nämlich der herrschenden Klasse ist, so ist auch
der Begriff „Sozialstaat“ nichts anderes ist als eine
dem gleichen Zweck dienende Lüge. Das heißt, der Staat
kann nie ein Staat für die Gesamtheit der Gesellschaft sein.
Der Definition und dem Charakter nach ist der Staat ein Unterdrückungsapparat
der herrschenden Klasse. Ebenso kann es in einem Zustand, in dem
es Ungleichheiten zwischen Menschen gibt und in dem es ein Bedürfnis
nach Gerechtigkeit bzw. einem solchen Begriff gibt, keine soziale
Gerechtigkeit möglich. Höchstens die Gerechtigkeit derjenigen,
die die Gesellschaft beherrschen. In der Tat ist dies der Fall.
Wenn es in einer Gesellschaft einen Staat gibt, heißt das,
es gibt in dieser Gesellschaft auch Klassen. Der Staat ist ein
Staat der herrschenden Klasse. Daher ist es nicht möglich,
dass weder Staat, noch Wohlstand noch Gerechtigkeit einen sozialen
Charakter haben. Im Grunde gibt es den Staat wie auch den Wohlstand
und die Gerechtigkeit nur für die Herrschenden. Wie man am
Beispiel der westlichen ArbeiterInnenklasse sehen kann, ist es
nichtsdestoweniger möglich, dass auch Gruppen außerhalb
der herrschenden Klasse von diesen Privilegien teilweise profitieren
und sich selbst als Teil dieses privilegierten Zustands sehen.
Jedoch ist es weder etwas Neues noch ist es verwunderlich. Denn
die herrschende Ausbeuterklasse hat in ihrer gesamten Geschichte
die Gesellschaft von oben nach unten geteilt und indem sie den
einen gegenüber dem anderen privilegiert hat, versuchte sie
den gemeinsamen Kampf der Arbeitenden zu verhindern. Die Bourgeoisie
hat aufgrund zahlreicher Spaltungen, wie z. B. Facharbeiter/ in
- ungelernte Arbeiter/in, Arbeiterin - Arbeiter, “einheimische“
Arbeiter/ in - immigrierte/r Arbeiter/in, westliche/r Arbeiter/in
- nicht westliche/ r Arbeiter/in etc. sowie aufgrund von Spaltungen
nach „Rasse“, Religion, und „Nation“ Feindschaften
aufgebaut und so die Arbeitenden der Erde gespaltet. Damit nicht
genug, hat es meistens diese Gruppen gegeneinander ausgespielt.
Die heutige Spaltung der WeltarbeiterInnenklasse, die „zugunsten“
der westliche ArbeiterInnenklasse geht, ist ein Beispiel für
diese Spaltung. Und der politische Ausdruck dieser Spaltung ist
„Sozialstaat“. Aus diesem Grund bedeutet die Gerechtigkeit
und Wohlstand der Herrschenden gleichzeitig, wenn auch nur zum
Teil, „Gerechtigkeit“ und „Wohlstand“
auch für die westliche ArbeiterInnenklasse. Trotzdem wäre
es falsch, das Vorhandene als „Sozialstaat“ zu bezeichnen.
Denn der Staat wurde zusammen mit den Klassengesellschaften von
der herrschenden Klasse als deren Herrschaftsapparat organisiert.
In einem sozialen Leben kann es keine Klassen, damit auch keinen
Staat geben.
Über
den ATTAC, der Sprecher für den Gerede,
dass ein andere Welt unter der Herrschaft
des Kapitalismus möglich ist:
Attac
ist ein Gefahr, die in jeder Hinsicht von denjenigen bloßgestellt
werden muss, von denen, die an der Lüge nicht teilnehmen,
dass ein neue Welt trotz Kapitalismus möglich wäre,
und dagegen noch die (erste unumgängliche) unverzichtbare
Voraussetzung für ein neues Welt, die Vernichtung des Kapitalismus
vertreten. Attac sagt -Entgegnen ihrer Behauptung nichts Neues.
Jede/r, der/die ein Geschichtsbewusstsein hat, wird sich erinnern,
dass das, was diese Bewegung heute vertritt, Anfang des letzten
Jahrhunderts bereits von der Sozialdemokratischen Bewegung vertreten
wurde. Nicht nur vertreten, sondern bei der breiten Masse das
Bewusstsein geschaffen, „soziale Gerechtigkeit sei unter
der Herrschaft des Kapitalismus möglich“. Durch diesen
von ihr erregten Irrtum hat die sozialdemokratische Bewegung neue
Reflexionsflächen für den Kapitalismus geschaffen. Jede/r
weiß, wie das Ende dieser Bewegung aussieht. Auf die gleiche
Weise hat im letzten Viertel des vergangenen Jahrhunderts die
Bewegung der Grünen das, was die sozialdemokratische Bewegung
bis dahin vertreten hatte dahingehend erweitert, dass sie vom
Kapitalismus nicht nur soziale Gerechtigkeit, sondern auch eine
„umweltfreundliche“ Politik forderte. So diente auch
die Bewegung der Grünen zu der Entstehung des Bewusstseins
bei der breiten Massen, dass unter der Herrschaft des Kapitalismus
sowohl soziale Gerechtigkeit als auch ein Leben „im Einklang
mit der Natur“ möglich sei. Auch diese Bewegung verschaffte
dem Kapitalismus neue Reflexionsflächen. Das Ende auch dieser
Bewegung ist jedem klar. Genau in diesem Punkt, in einem Moment,
als die Sozialdemokratische und die Bewegung der Grünen,
den Kapitalismus führend, ihre historische Zusammenkunft
realisierten und ans Ende des Weges gelangten, entstand Attac.
Was sagt diese Bewegung? „Wir wollen, Gerechtigkeit, Solidarität;
Frieden und Demokratie!“ Und wessen Gerechtigkeit, Frieden
und Demokratie wollen sie? Denn in Klassengesellschaften ist der
Staat, dessen Politik und Recht derjenige der herrschenden Klasse;
die bestehende Demokratie ist die der herrschenden Klasse. Das
es so ist, liegt in der Natur der Klassengesellschaften, andernfalls
wäre die Fortsetzung der Klassengesellschaft nicht möglich
und die herrschende Klasse könnte ihre Herrschaft nicht fortführen.
Aus diesem Grunde kann man die Gerechtigkeit, den Frieden, die
Solidarität und die Demokratie entweder der ArbeiterInnenklasse
oder des Bourgeoisie fordern. Und welches fordert Attac? Natürlich
die Gerechtigkeit, den Frieden, die Solidarität, die Demokratie
der Bourgeoisie. Denn Attac ist keine antikapitalistische Bewegung,
sondern eine kapitalismuskonforme Bewegung. Aus diesem Grund stellt
sie sich nicht gegen die Herrschaft des Geldes, sondern fordert
die Kontrolle des Kapitalmarktes. Grund dessen ist sie nicht gegen
die Existenz der kapitalistischen Organisationen wie der Weltbank,
IWF, WTO u. Ä, sondern gegen ihre Politik. Kurz gesagt, Attac
will, dass der Kapitalismus reguliert wird. Aber ist dies möglich?
So etwas ist gegen die Natur der Sache. Nichts ist unbeweglich;
Dauerhaftigkeit ist Lebensgesetz. Was sagt diese Bewegung außerdem?
„Eine andere Welt ist möglich!“ Eine andere Welt
ist natürlich möglich! Aber nicht unter der Herrschaft
des Kapitalismus. Die Welt, die Attac als möglich vorschwebt,
ist eine unter der Herrschaft des Kapitalismus. Auch wird diese
Sichtweise wegen des Nutzens für den Kapitalismus von einem
Teil seiner eigenen Ideologen und Strategen den Kapitalisten empfohlen.
Der Grund dafür, dass brave Kinder des Kapitalismus wie Oskar
Lafontaine in der Attac-Bewegung sind, liegt ja in dieser Gemeinsamkeit.
Ja, Attac ist nichts Neues! Es wird versucht, diese Bewegung als
etwas Neues zu verkaufen. Neu ist sie aber nicht. Ob die oppositionellen
Gruppen dies schlucken oder nicht, können wir nicht wissen.
Aber was wir wissen, ist, dass dieser Film schon einmal lief.
Das Drehbuch ist gleich. Was sich geändert hat, sind die
Hauptdarstellern und die Statisten. Ihr, die Ihr auf der Seite
von Wiederholungen der Geschichte steht: Reiht euch bei Attac
ein! Diejenigen, die das Rad der Geschichte brechen wollen: auf
zur Vernichtung des Kapitalismus! Stellt die Attac- ler, die den
Kapitalismus führen wollen, bloß!
Über
den Verrat der westlichen revolutionären Kräfte, die
sich zu dem Möglichkeiten des privilegierten Lebens im Westen
herablassen:
Es
ist Bedauerlich, dass die westlichen „revolutionären“
Kräfte Tag für Tag ihren Gegnern ähneln. Das was
sie von der übrigen westlichen Welt unterscheidet ist nicht
eine Politische, sondern eine moralische Auffassung. Während
ein „Durchschnittswestler“ so lebt und handelt, als
würde nach ihm die Sintflut kommen, verlangen hinsichtlich
der westlichen „revolutionären“ Kräfte,
also die „gut herzigen Westlichen“, den selben, die
sie haben, auch für die Arbeitern der armen Länder.
Sie „wollen“ also auch für die Arbeitern der
armen Länder den „Sozialstaat“. Sie wollen, dass
das Recht und die Gerechtigkeit, auf der die „Menschenrechtserklärung
von Helsinki“ basiert auch in armen Ländern angewendet
wird. Na gut, aber denkt denn diese Bande nicht einen Augenblick
daran, dass das was die Westlichen heute besitzen, ohnehin den
Armen dieser Erde gehört? Weil die heute in Armut und Entbehrung
leben, ist es den Menschen im Westen überhaupt erst möglich,
in Wohlstand zu leben. Anders ist es unter der Herrschaft des
Kapitalismus auch nicht möglich. Es widerspricht dem Charakter
des Kapitalismus, allen Menschen Wohlstand bieten zu können.
Natürlich weiß diese Bande das, aber handelt sie nicht
entsprechend. Auch sie weiß genau, revolutionäres Handeln
ist die Zerstörung des Kapitalismus und der Privilegien der
Privilegierten, zu denen auch sie selbst gehören. Dass dies
so ist, wissen sie, aber sie handeln nicht entsprechend. Warum?
Weil auch sie privilegiert sind. Daher fordern sie die Privilegien
der westlichen ArbeiterInnenklasse auch für die Armen dieser
Erde- anstatt die Privilegien der Privilegierten frontal anzugreifen.
Als ob etwas Derartiges unter der Herrschaft des Kapitalismus
möglich wäre, versuchen sie, die Armen der Erde zu verführen
und ihnen einzureden, dass das westliche Leben erstrebenswert
sei. Und weiß denn diese Bande, die das auf „Helsinki
Menschenrechtserklärung“ basierendes Recht und Gerechtigkeit
auch für die armen Länder fordert, nicht, dass es unmöglich
ist? Dass der Kapitalismus nicht fähig und es ihm wesensfremd
ist, alle Menschen satt zu machen, sie zum Schweigen zu bringen,
zu verhindern, dass sie sich rebellieren? Dass er nicht jedem
ein Schweigegeld zahlen kann? Außerdem- welches Recht? Wessen
Recht? Welches Menschenrecht? Wie kann es dort, wo Ausbeutung
und Unterdrückung Herrschaftsform ist, „Menschenrechte“
geben? Und wissen denn die außergewöhnlichen Menschen
dieser Bande nicht, dass der Bedeutung der berühmten „Menschenrechtserklärung
von Helsinki“ - deren Anwendung auf die armen Länder
sie ja verlangen- mit den Worten Ausdruck verliehen wird: „Die
Menschenrechte müssen durch einen Rechtsstaat geschützt
werden, damit Menschen nicht gezwungen sind, sich gegen Regierungen
und Unterdrückung aufzulehnen.“ Und weiß diese
Bande denn nicht, dass es der westliche Mensch ist, um den es
in dieser Erklärung geht? Besser gesagt, die westlichen Arbeitenden?
Weiß diese Bande nicht, dass Kapitalismus den Wohlstand
des Westens und den „Sozialstaat“ nur durch Ausplünderung
der Erde und durch den Armen aufgezwungene Apartheidregime, ermöglichen
konnte? Nur dadurch konnte es der Westen auch schaffen und die
Arbeitenden zu seinen Mittätern machen. Empfiehlt diese Bande
nun den Arbeitenden der armen Länder etwa, sich Mittäter
zu machen? Nehmen wir an, die Armen der Erde sind damit einverstanden,
sich Mittäter zu machen. Ist es denn möglich, dass der
Kapitalismus einverstanden ist? Ist es also möglich, dass
der Kapitalismus die ganze Menschheit zu seinen Komplizen macht
und gleichzeitig der ganzen Menschheit Wohlstand bringt? Wenn
alle Mittäter des Kapitalismus werden, wem gegenüber
soll man sich dann noch schuldig machen? Oder behauptet diese
Bande, dass der Kapitalismus ohne (ein Verbrechen zu begehen,
ohne jemanden zur Armut zu verurteilen, existieren kann und darüber
hinaus einem bestimmten Teil der Gesellschaft den Wohlstand ermöglicht?)
sich schuldig machen zu können, einerseits Armut schafft
und andererseits einem Teil der Gesellschaft den Wohlstand ermöglicht,
existieren kann? Ihr, westlichen „revolutionären“
Kräfte, Ihr die mit der Revolutionären Maske herumläuft.
Ihr, westlichen „revolutionären“ Kräfte,
Ihr die die Gesinnung Kautskys habt! Wenn das Eure Einstellung
zum Kapitalismus ist, dann hört auf, euch hinter der Maske
des Revolutionärs zu verstecken und zeigt endlich Euer wahres
Gesicht, das Eurem Wesen entspricht. Und erklärt: „Wir
haben geschworen, den Fußspuren der Sozialdemokraten und
der Grünen zu folgen. Kapitalismus ist das perfekteste System,
dass das Menschengeschlecht überhaupt erschaffen konnte.
Wir wollen ihn revidieren und dadurch noch menschlicher, noch
umweltfreundlicher machen und dies ist machbar“. Wenn Ihr
aber Anhänger des revolutionären Gedankens seid, wonach
der Kapitalismus seiner Natur nach dazu verurteilt ist, ein System
einer kleinen Minderheit gegenüber dem Großteil der
Menschheit zu sein und die Natur auszuplündern; dass es ihm
sonst unmöglich ist, zu existieren, dann zieht Kautskys Geist
aus. Erhebt euch, um die „Weißheit“ zu vernichten,
die das Leben auf der Erde an den Abgrund der totalen Vernichtung
getrieben hat. Seid Ihr dabei?
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