ÜBER DAS WESEN DES ZIONISMUS,
DEN VON IHM ERFUNDENEN MYTHOS,
DAS SEINEM WESEN ÄHNELNDE
GESICHT UND ÜBER DIE BEFREIUNG
DES PALÄSTINA

Statt der Fußnote:

Der Zionismus folgt dem Westen, der Asien, Afrika und Amerika kolonialisiert hat, in seinen Fußspuren, durch seinen Mythos und durch sein ideologisches Dach, die er selber hervorbrachte und durch seine Praxis. Das Ziel der zionistischen Bewegung war von Anfang an einen “zionistischen Staat“ zu gründen. Das jüdische Volk und deren Tragödie, wurden und werden immer noch von den Zionisten als gesellschaftlicher und historischer Stützpunkt missbraucht. Nach dem zionistischen Mythos sind die Zionisten die Befreier des jüdischen Volkes, die sie als “Landlose“ bezeichneten, und sie werden “im Namen“ dieser das “gelobte Land“ also Palästina erobern. Der Mythos wurde erfunden, das Szenario wurde geschrieben, die Akteure wurden gefunden, die Vorbereitungen wurden getroffen und die Besetzung Palästinas fing an - die Besetzung dauert immer noch an. Und natürlich dauert die Freiheitsbewegung der Palästinenser gegen die zionistische Besetzung auch an.

Aufzeichnungen aus dem Logbuch des Zionismus

Als im Jahre 1840 in Jerusalem, damals unter der Besetzung des osmanischen Reiches, England eine Botschaft gründete, wurde von Lord Palmerston die Idee vorgeschlagen, hier eine europäisch- jüdische Besiedlungskolonie zu gründen, um die hohen Interessen Großbritanniens zu schützen. Während die zionistische Bewegung, mit der Unterstützung der herrschenden westlichen Staaten plante eine zionistische Kolonie in Palästina zu gründen, versuchte Theodor Herzl (Ideologe des Zionismus) im Jahre 1896 mit einem Plan den osmanischen Sultan zu überzeugen das palästinensische Gebiet der zionistischen Bewegung zu erlassen:

„Der Sultan gebe uns das Stück Land, und dafür werden wir ihm alles in Ordnung bringen, seine Finanzen regeln und die öffentliche Meinung der ganzen Welt für ihn stimmen.“ (1)

Auf der anderen Seite, hat in den gleichen Jahren der deutsche Kaiser persönlich im Namen des deutschen Reiches, mit den zionistischen Vorsitzenden zehn Jahre lang verhandelt und versucht somit ihnen klar zu machen, dass die Errichtung eines Judenstaates, unter der Herrschaft des osmanischen Reiches, den antikolonialistischen Widerstand in Palästina zerstören und die Interessen des deutschen Reiches in diesem Gebiet schützen werden. Die zionistische Weltorganisation hatte auf der einen Seite mit dem deutschen und dem osmanischen Reich Verhandlungen, auf der anderen Seite mit England. Haim Weizmann, der in den nächsten Jahren der Vorsitzende der zionistischen Weltorganisation war, hatte im Jahre 1914 der Öffentlichkeit die Erklärung gemacht, dass, wenn je die Herrschaft in Palästina England gehören sollte und die Engländer dieses Gebiet ihnen öffnen würde, würde die englischen Interessen in diesem Gebiet und die Kontrolle des Suezkanals, was ein Teil der Interessen ist, bereitgestellt werden. Am Ende bekam die zionistische Führung von den Engländern, das was sie von dem osmanischen und deutschen Reich verlangte. Am 02.11.1917 wurde die Balfour Deklaration veröffent20 licht und in einem Teil dieser Deklaration stand:

„Die Regierung Seiner Majestät betrachtet die Errichtung einer nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes in Palästina mit Wohlwollen und wird keine Mühe scheuen, die Erreichung dieses Zieles zu fördern...“ (2)

Wie auch die Faktoren, die in der Veröffentlichung der Balfour Deklaration eine Rolle spielten, sowie der Druck der zionistischen Kapitalisten in England und in den USA, die Interessen der Engländer in dem Gebiet und die politische Kontrolle der Palästinenser durch die Gründung einer zionistischen Kolonie, so war in diesem Prozess auch General Jan Smuts, der zukünftige Präsident von Südafrika und auch ein nahestehender Freund vom Zionistenführer Weizmann, der im englischen Kriegskabinett für Südafrika delegierter war, ein wichtiger Faktor. Und zwar dadurch dass er die englische Führung überredete eine zionistische Kolonie zu gründen. Die Bewunderung von dem Gründer des Zionismus Theodor Herzl zu dem Ideologen der Kolonisation Sir Cecil Rhodes, wurde in der Freundschaft und der Zusammenarbeit zwischen den zukünftigen Präsidenten von Südafrika General Jan Smuts und dem zukünftigen Führer der Zionistischen Weltorganisation Weizmann in die Tat umgesetzt. Die Übersetzung dieser Freundschaft in das tägliche Leben der Palästinenser und der Schwarzen in Südafrika war ein Apartheidsystem in Südafrika und auf palästinensischem Boden. Mit der Balfour-Deklaration wurde offen der Start gegeben, der Plan war bereit, so wie auch die Methode, die angewendet werden sollte. Die Zionisten wandten, um die Palästinenser fort zutreiben, die Methode an, die der Ideologe der Kolonisation Rhodes in Süd Afrika und in vielen anderen Kolonien angewendet hatte. Theodor Herzl erklärte, dass dies der erste Schritt einer langfristigen Planung, in erster Linie die Gründung eines privilegierten Kolonieorgans sei und führte fort:

„...zuerst werden die Ärmsten gehen und das Land urbar machen. Sie werden nach einem von vornherein feststehenden Plane Strassen, Brücken, Bahnen bauen, Telegraphen errichten, Flüsse regulieren und sich selbst ihre Heimstätten schaffen. Ihre Arbeit bringt den Verkehr, der Verkehr die Märkte, die Märkte locken neue Ansiedler heran.“ (3)

Dies war ein Teil des Plans. Parallel dazu sind militärische Einheiten errichtet worden, um gegen die Palästinenser Terror und Massaker zu organisieren, zwecks Liquidierung der Palästinenser und alles was ihnen gehörte - weil nach der zionistischen Erfindung “Palästina ein Land ohne Bewohner“ war. Und nachdem Hunderttausende Palästinenser von ihren Ländern vertrieben, Hunderte von palästinensischen Dörfern von der Landkarte gestrichen und Zehntausende von Palästinensern massakriert wurden, wurde im Jahre 1948 mit der Zusage des imperialistischen Westens und der Sowjetunion unter der Herrschaft von Stalin ein zionistischer Staat Israel gegründet.

Über den Mythos;
der Zionistische Staat Israel sei der Materielle und Geistige Erbe der 6 Millionen Juden,
die im Nazideutschland massakriert wurden

Die absolute Wahrheit ist, dass der Zionismus mit dem jüdischen Volk weder historische, noch materiellimmaterielle Gemeinsamkeiten hat. Der Zionismus hat das jüdische Volk und deren Tragödie missbraucht, zwecks seiner besatzerischen Ziele als Minderheit, das ist alles. Am 21.06.1933, also gleich nach der Machtübernahme der Nazis, schrieb die Deutsche Zionistische Föderation an die Partei der Nazis ein Unterstützungsschreiben mit diesen Zeilen:

„Auf dem Rassenprinzip beruhenden neuen nationalistischen Staat, der sich gründet hat, hoffen wir für unsere Gemeinschaft, dem sie auf dem geteilten Gebiet für das Vaterland aller Art von möglichen produktiven Tätigkeiten leisten zu können.“ (4)

Und im Jahre 1933 im Kongress der Zionistischen Weltorganisation wurde der oppositionellen Haltung gegenüber Hitler, mit 240 zu 43 Stimmen gegen gestimmt. Und wieder hat diese Organisation in einer Zeit, in dem es eine Krise in der deutschen Wirtschaft gab, den Boykott der Juden gegen Nazideutschland zerschlagen. Die zionistische Weltorganisation hat durch diese Zerschlagung des jüdischen Boykotts, die Lieferung der deutschen Produkte im Nahen Osten und Nordeuropa übernommen. Zu der Freundschaft der Zionisten, kamen ihnen die Nazis entgegen; indem Mildenstein, der vom SS Sicherheitsdienst kam, zur Unterstützung des Zionismus eine sechsmonatige Reise nach Palästina machte und indem Joseph Goebbels, der Hitlers zuständiger Minister für Propaganda war, im Jahre 1934 in der Zeitschrift “Der Angriff“ einen zwölfteiligen Zionismuslobenden Bericht schrieb und sich damit aber nicht begnügen konnte und deswegen noch eine Medaille bestellte, das auf einer Seite das Hakenkreuz und auf der anderen Seite den Davidstern hatte. Im Mai 1935 wurden die Juden, vom Vorsitzenden des SS-Sicherheitsdienstes Heydrich, kategorisiert: Gute Juden und schlechte Juden. Die Zionisten waren in der guten Kategorie, und Heydrich sagte über sie:

„Wir wünschen ihnen alles Gute und bieten ihnen unsere offizielle Unterstützung an.“ (5)

Nicht von einer Rettung der unterdrückten Juden, die in diesen Jahren mit der Gründung eines Landes, das ihnen als Zuflucht dienen sollte, ist hier die Rede, sondern von den Zionisten, die hier hinter dieser Lüge ihr eigenes Ziel erreichen wollten. Ganz im Gegenteil haben die Zionisten mit den Nazis die jüdische Vernichtung geplant, in welchem Ausmaß sie sein und welche Personen sie beinhalten sollte. Das so genannte „Befreiungskomitee der Juden„, das von der Zionistischen Weltorganisation gegründet wurde und das mit den Nazis koordinierend arbeitete, hatte auf einer Seite dem Aufruf, um Asylmöglichkeit für Juden in verschiedenen Ländern, entgegen gewirkt und hat auf der anderen Seite mit den Nazis Listen erarbeitet, in denen die Namen der Juden standen, die nicht in die Pläne der Zionisten passten, und somit der Deportation in die Todeslager beigetragen. Zum Beispiel hat Dr. Rudolph Kastner vom Budapester "Befreiungskomitee der Juden“ mit Adolf Eichmann ein geheimes Abkommen unterschrieben, das die “Lösung des Judenproblems“ in Ungarn beinhaltete. Nach diesem Abkommen sollten 600 Juden, die benötigt wurden, am Leben gelassen werden, dagegen sollte das Schicksal der restlichen Juden die Stummheit sichergestellt werden. Die Zionistische Weltorganisation hatte nur eine kleine Minderheit der europäischen Juden von dem Massaker der Nazis befreit. Diese waren nur qualifizierte Fachkräften und Besitzer des Kapitals. Berel Katznelson, Editor in der zionistischen Arbeiterzeitung "Davar“, erklärte das Maß des Zionismus so:

„Die deutschen Juden waren zu alt, um in Palästina Kinder zu bekommen, waren beruflich nicht qualifiziert, um eine zionistische Kolonie zu gründen, konnten kein hebräisch und waren keine Zionisten.“ (6)

22 Genau wegen dieses Maßes der Zionisten, wurden zwischen 1933 und 1935 Zweidrittel der deutschen Juden, die sich um Immigrationserlaubnis an der Zionistischen Weltorganisation beworben haben, abgelehnt. Und die Ideologen des Zionismus schrieben über die Juden, sie seien undiszipliniert, zerstörerisch, oppositionell, deswegen haben sie, die Verfassung in der sie sich gegenüber dieser Situation befinden, verdient. Also, die Zionisten selber waren die Richter des Todesurteils der Juden. Während die Zionisten die Juden verraten haben, haben sie die verratenen Körper nach Palästina gebracht und diese Körper in Mörder des palästinensischen Volkes organisiert, ihre Besatzungspläne in die Praxis umgesetzt. Die Besetzung dauert an, der Widerstand gegen die Besetzung auch.

Was unter dem Namen “Frieden“ gemacht wird, ist nichts anderes als die Legitimation
der Zionistischen Kolonisation!!!

Trotz, dass die Gedanken der Kolonisation und des Frieden gemeinsam zu nicht zu begreifen möglich ist, befindet sich eine große Mehrheit der Menschen im Gedanken, dass die Kolonisten und kolonisierten Menschen in Frieden zusammen leben könnten. Aber die zionistischen Besetzer haben nochmals gezeigt, dass Besatzer und Besetzte nicht Frieden schließen können. Als ob der zionistische Ideologe Vladimir Jabotinsky im Jahre 1923 in seinem Artikel "Eiserne Wand“, der ein Meilenstein des Zionismus ist, es uns begreiflich machen wollte:

„...weder jetzt noch in absehbarer Zukunft wird eine Einigung mit den Arabern in Frage kommen. ...jeder von ihnen weiß etwas mehr oder weniger über die Geschichte des Kolonialismus. Könnt ihr ein einziges Beispiel geben, wo ein Land mit der Zustimmung der Einheimischen kolonisiert wurde? So etwas hat noch nie stattgefunden. ...die Indianer haben mit desgleichen Verständnis gegen den guten wie gegen den schlechten Kolonisierenden heftigen Widerstand geleistet... weil, wo auch immer, in welcher Form auch immer, für ein einheimisches Volk kolonisiert zu sein, ist etwas was nicht etwas zu billigen ist. ...Wir können weder für Palästina, noch den Palästinensern, noch den anderen Arabern etwas geben. Also können wir auch nicht zu einer freiwilligen Verständigung kommen.“ (7)

Das Massaker der Zionisten gegen die Palästinenser zu beenden und zwecks "Friedens„ sich an den Verhandlungstisch zu setzen, ist nur möglich, wenn die Palästinenser in Palästina als Sklaven zu leben akzeptieren. Ja, was der zionistische Ideologe Heilburn schon vor Jahren gesagt hatte, gilt auch heute:

„Wir müssen die Massaker fortführen bis die Palästinenser akzeptieren auf diesem Boden als Sklave zu leben.“ (8)

Obwohl der Zionismus sich und seine Praxis auf diese Weise offen definiert, wird versucht, den Kolonisierungsprozess Palästinas zu legitimieren, unter der Herrschaft der Vereinigten Staaten. Ein nicht zu unterschätzender Teil auf der Palästinafront unterstützt das. Da sich im Friedensprozess auch “Internationale - Revolutionäre“ Kreise befinden, macht diese tragische Situation noch um so unerträglicher. Im Namen der Anerkennung der Existenz der zionistischen Kolonisation wird versucht als “Frieden“ in die Geschichte einzugehen. Unter diesem “Heiligen Krieg“ Getöse, ist auch eine Stimme, die mit dem palästinensischen Widerstand fast identisch ist. Das ist die Stimme von Arafat. Aber die Stimme ist verloren, als ob seine Stimme seinem Feind ähnelt:
„Wir werden den Staat Israel anerkennen und Israel soll uns anerkennen.“
Also soll für die “Bantustans“ für PalästinenserInnen die zionistische Kolonisation legitimiert werden. Dies bedeutet für die Palästinenser legitime Einsperrung in die Bantustans. Das ist hier nichts anderes als eine Vollendung und Krönung der Besatzung. Dies ist unmöglich und kann nicht akzeptiert werden. Auch wenn die besetzte Fläche die Größe einer Kugel hätte, die der zionistische Staat Israel auf das Leben in Palästina abschießt, ist es trotzdem nicht möglich diesen Staat anzuerkennen. Weil es die Legitimation der Besetzung bedeutet, dadurch werden auch die Ziele des Zionismus legitimiert. Also, der Traum des zionistischen Führers Ben Gurion im Jahre 1938 würde Wirklichkeit werden:

„Der Staat wird nur ein Übergang zum Zionismus sein und seine Aufgabe, unsere Ausbreitung verschaffen, und natürlich nicht mit leerem Gerede, sondern mit Maschinengewehren.“ (9)

Solange der Imperialismus und der Zionismus in diesem Gebiet ihre Existenz fortführen, kann kein Frieden zustande kommen. Die einzige Voraussetzung des Friedens ist die Vernichtung des Imperialismus und zionistischen Kolonialismus, deren Existenz Krieg bedeutet. Die Kraft, die den Frieden herbeiführen wird sind nicht die Imperialisten, nicht die Zionisten, nicht die Ölscheichs und nicht die nationalen Führer, die hinter den Türen des Westens um “Frieden“ betteln. Frieden kann nur durch den Kampf bis zum Sieg, der Unterdrückten in Palästina und durch Verbundene mit deren Schicksal erzwungen werden. Der Sieg ist nur möglich durch die weltweite Zerstörung der kapitalistischen Herrschaft. Der Sieg ist nur möglich, wenn die Unterdrückten ihre eigenen Herren sind.

 


1 Thedor Herzl, The Jewis State, Londra 1896.

2 John Norton Moore,
The Arap-Israeli Conflict, 1977, S.885.

3 Thedor Herzl, The Jewisc State: Attempt At A Modern Solution Of The Jewish Question S.33
Uri Davis, Israel: An Apartheid State Londra 1987., S.25.Age.,S28.

4 Lenni Brenner, Zionism S. 48

5 Lenni Brenner, Zionism S. 85

6 Lenni Brenner, Zionism

7 Vladimir Jabotinsky, The Iron Wall,
4. 11. 1923 Yed Books,Ltd., S.79

8 Ralp SCHOENMAN The Hidden History Of Zionizm

9 David Ben Gurion 1938 MEMOIRS
Ralp SCHOENMAN The Hidden History Of Zionizm


 

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