WARUM EINE NEUE ZEITSCHRIFT?

Auch wenn der Leser/die Leserin diese Frage nicht ausspricht, wird er/sie sie sich stellen. Na ja, wo es doch schon so viele Zeitungen und Zeitschriften gibt; was kann der Zweck einer weiteren sein?
Die Antwort “der Revolutionären Glut” auf diese Frage ist die folgende: Bis vor einigen Jahrzehnten bedeutete der Sozialismus für die unterdrückte und ausgebeutete Mehrheit ein Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung. Heute bedeutet er für sie den Ausweg aus der Vernichtung für sie alle. Ja, der Kapitalismus hat die unterdrückte und ausgebeutete Mehrheit an den Rand der Vernichtung getrieben. Das bedeutet, dass der Sozialismus, früher die Bezeichnung für eine Befreiungsbewegung, heute für diese Mehrheit, die keine Zukunft hat, zur Voraussetzung für ihre physische Existenz geworden ist. Während sich die Situation aus der Sicht der armen und unterdrückten Mehrheit so darstellt, sind die revolutionären Kräfte, die behaupten, dass ihre politische Existenz an die Befreiung dieser unterdrückten-armen Mehrheit geknüpft sei, engstirnig, nationalistisch und eurozentristisch und systemkonform geworden. Die zunächst durch die Sozialdemokratie, später durch den Stalinismus verursachte ideologische, politische und ethische Zerstörung ist mit dem Untergang des Ostblocks in ihrer ganzen Nacktheit sichtbar geworden. Aber die “revolutionäre” Weltbewegung machte keinerlei Anstalten, sich mit dieser Nacktheit, die auch die ihre ist, zu konfrontieren. Die “revolutionäre” Weltbewegung (ausgenommen einige kleine Teile) funktioniert heute als linker Flügel der Sozialdemokratie. Anstatt den Befreiungskampf der Unterdrückten und der Ausgebeuteten zu führen, wird sie von ihnen geführt. Was das Subjekt der Weltrevolution, die Weltarbeiterklasse anbetrifft; diese ist geteilt in reiche und privilegierte Arbeiter des Westens und in arme Arbeiter der armen Welt, die vor dem Abgrund ihrer Vernichtung Gelassenen. Und die Arbeiter dieser beiden gegensätzlicher Welten haben weder eine gemeinsame Forderung, für die sie gemeinsam kämpfen würden noch haben sie einen gemeinsamen Traum. Im Gegenteil sieht die privilegierte Arbeiterklasse des Westens die Arbeiter der armen Welt als eine Bedrohung ihrer eigenen privilegierten Situation. Aus diesem Grund verteidigt sie leidenschaftlich das Projekt des Weißen Westlichen Imperiums, nämlich das Projekt, die Armen der Welt in Todesplateaus einzusperren. Natürlich ist es möglich, diese tödliche Situation zu überwinden, nur passiert dies nicht von allein. Der Ausweg aus dieser tödlichen Situation führt über die Anprangerung der Zerspaltung der Weltarbeiterklasse und der Privilegien der westlichen Arbeiter, welche auf die Zerstörung der armen Welt beruhen. Der Ausweg aus dieser tödlichen Situation führt durch Verurteilung der bestehenden Revolutionären Bewegung, die keine andere Funktion mehr hat, als in Opposition zum kapitalistischen System zu stehen, wodurch sie das Funktionieren von dessen “Demokratie” überhaupt erst ermöglicht. Der Ausweg aus dieser tödlichen Situation führt über die Errichtung einer revolutionären Weltpartei, deren Ziel es sein muss, den Kapitalismus weltweit zu vernichten. Es ist eine Pflicht, diese tödliche Situation zu überwinden. Diese Pflicht liegt auf den Schultern einer handvoll Kommunisten, die durch ihre stolze und traurige Haltung in den unerwarteten Zeiten der Geschichte und durch ihre Schwanenschreien gleichenden Rufe das längst erloschene Feuer der Befreiungsliebe in den Herzen der armen-unterdrückten Mehrheit erneut entfachen werden. Ja, die Überwindung dieser tödlichen Situation ist allein durch die Intervention der Kommunisten möglich. Nun ist die Revolutionäre Glut die Stimme der KommunistenInnen, die diese Verpflichtung über sich genommen haben. Wir, die Besitzer dieser Stimme, sind ein Teil von denjenigen, die mit diesem Zweck sich auf den Weg gemacht haben. Wir wissen trotz unserer wenigen Anzahl, dass wir nicht allein sind. Wir wissen auch, obwohl wir von einander nichts wissen, dass es auf der anderen Orten der Welt KommunistenInnen gibt, die wie wir diese Verpflichtung übernommen haben. Wir fangen diese revolutionäre Reise dort an, wo wir uns derzeit befinden. Das ist nicht unsere Wahl. Obwohl wir physisch mit Deutschland begrenzt sind, grenzen wir unsere hauptsächliche Aufgabe nicht mit dem Kampf gegen den hier vorhandenen Feind ab, denn wir wissen, einerseits, dass die Herrschenden und das, was sie verursachen, nicht national sind, andererseits, dass auch die Befreiung der Geschädigten nicht lokal oder örtlich sein kann. Von hier aus werden wir schlagen, aber nicht mit dem Bewusstsein, dass wir dem Hiesigen zuschlagen, sondern mit dem Bewusstsein, dass wir dem weltweiten Weißen Imperium, ein Teil dessen der Hiesige ist, zuschlagen. Der Grund, warum Deutschland für uns wichtig und bevorzugt ist, ist unsere derzeitige physische Begrenztheit mit Deutschland. Wenn wir uns physisch hier befinden, dann wird auch das Vergehen, das wir begehen werden, so aussehen, als ob sein Zentrum hier wäre. Aber wir wissen, dass unser Kampf ein Kampf ist, der auf die Abschaffung der internationalen Herrschaft derjenigen, die über das Leben herrschen, gerichtet ist. In diesem Kampf ist unser Wegweiser der Marxismus. Die Organisation, die wir während unseres Kampfes aufbauen werden, ist die auf der leninistischen Grundlage stehende Weltpartei. Unsere Methode ist die proletarische Revolution. Unsere Revolutionsauffassung ist die Permanente Revolution. Unser Ziel ist die Weltrevolution und unser Vorhaben ist eine kommunistische Welt zu gründen.


 

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