In Zusammenhang von Besetzung
des Iraks, noch einmal über
den Imperialismus, über den Krieg und der Revolutionären Haltung

Statt der Fußnote:

Der Imperialismus führt durch die Kriege, die unumgänglich für seine Existenzgrundlage sind, seine Existenz weiter. Und sie lassen auch die Unterdrückten dieser Erde diese Kriege als Unterhaltung, als "Science-Fiction-Kriegsfilme", mittels ihrer Fernseher, das Massendrogenmediums, zuschauen. Der gleiche Film und das gleiche Szenario. Was sich jedes Mal ändert, ist der "Bösewicht" und der Ort. Wie immer erscheint der weiße Mann um die Menschheit glücklich zu machen, sie von einer Bedrohung zu retten, er opfert sich usw. usw.… Immer die gleiche Geschichte. Trotzdem für die Interessierten, der Film fängt an!!!

Was alles im Leben so geschieht

Heute wird Saddam auf einmal zur größten Gefahr für die "Freien Welt" erklärt, wo er doch vor nicht allzu langer Zeit noch als ein Schwert der Imperialisten, als die mittelöstliche Version von Rambo, der Befreiungskämpfer galt, den die Imperialisten gegen das Khomeini- Regime benutzt hatten. So wurde er umgestürzt, festgenommen, und mensch fing an, ihn mit der gleichen Begründung ab zu urteilen. Genau so wie die Talibans und Al Qaidas, die auch bis gestern im Krieg gegen Russland als Befreiungskämpfer hochgejubelt wurden, sind nun die größten Feinde der "Freien Welt".
Was ist passiert, was hat sich geändert, das die gestrigen Freunde heute plötzlich Feinde geworden sind? Waren nicht der Saddam und die herrschende Clique, die er repräsentiert, bis gestern der besten und vertrauten Verbündeten der imperialistischen Weißen im Mittelosten gewesen, die sie nun ab zu urteilen versuchen, die ihrem Gesicht und ihren Wesen ähneln und von dem gleichen Blut sich ernährten? Waren es nicht die gleichen Imperialisten, die den Irak, wo Saddam an der Macht war, jahrelang mit den "modernen" Vernichtungswaffen aufrüsteten, sie gegen den Iran acht Jahre Krieg führen lassen, weil ihre Interessen nicht mehr die Gleichen waren oder ihren Druck nicht nachgab, und den Tod über 1.000.000 Menschen verursachten? Waren es nicht die gleichen Imperialisten, die die chemischen Waffen an die Regierung von Saddam verkauft haben, die er bei dem Angriff in Halepce abwarf, in der Tausende von Kurden ermordet wurden. Nun eben diese Imperialisten, die jahrelang die Regierung der Saddam gegen die Mächte, die nicht mehr die gleichen Interessen der Imperialisten verfolgen wollten, mit den "modernen" Vernichtungswaffen aufrüsteten, haben plötzlich mit der Begründung "Irak besitzt Chemiewaffen" den Irak angegriffen, nämlich den Irak, den sie bis gestern auch wegen ihren imperialistischen Interessenwillen gegen andere aufhetzten. Diese Imperialisten, deren Geschichte mit Blut geschrieben ist, existieren nur durch die Vernichtung der anderen. Sie haben nun angefangen, mit einer nur ihnen gebührender Unverschämtheit, in Irak die Massen zu massakrieren, mit der Begründung "Irak besitzt Massenvernichtungswaffen". Obwohl diese Mächte die großen Massenvernichtungswaffenhersteller der Welt sind. Und diese Mächte besitzen Massenvernichtungswaffen, die das Leben auf der Erde zigmal vernichten können. Gerade diese Mächte haben den Irak angegriffen, mit der Begründung "Irak besitzt Massenvernichtungswaffen und dass dieses eine Bedrohung darstellt". Aber Weißer Mann! Wie ähnelt dein Gesicht zu deinem Wesen! Wird dich niemand fragen, ob du nicht derjenige warst, der selbst Saddam aufgerüstet hat? Bis du nicht der größte Massenvernichtungswaffenhersteller der Welt? In den andauernden Kriegen, in den Regionen außerhalb des Westens, sterben die Menschen nicht durch die Waffen, die du hergestellt hast? Bist du nicht der Architekt von zwei imperialistischen Kriegen im vergangenen Jahrhundert, die den Tod von ungefähr 100 Millionen Menschen verursachte? Im August des Jahres 1945, warst du nicht der jenige, der obwohl ihr die Beendigung des Krieges erklärt hattet, die Atombombe auf Hiroschima und Nagasaki trotzdem abgeworfen hat, wodurch Zehntausende von Menschen verbrannt sind? Und nun versuchst du, die Menschheit von der Bedrohung der Irak zu retten.

Nun, warum gerade Irak?

Also, warum Irak? War es nicht das gleiche Saddamregime, das bis zu 1990 mit den Imperialisten Arm in Arm ging, von den Imperialisten aufgerüstet und gegen den Iran acht Jahre Krieg zu führen? Was hat sich geändert, dass dasls "Garant des Weltfriedens" angesehene Saddamregime, nun plötzlich als der "Feind des Weltfriedens" erklärt wurde. Hatte das Saddamregime sich geändert, oder die Imperialistische Mächte? Nein, weder das Saddamregime hatte sich geändert noch die Imperialisten. Was sich verändert hatte, waren die Bedürfnisse und die Interessen dieser beiden Kräfte. Derart, dass die Imperialisten mit dem Untergang der Sowjetunion und der Ostblockländer im Jahre 1989, nun die Weltordnung neu zu herstellen begannen. Dadurch entstanden in vielen Regionen der Erde, von den Betroffenen dieser "Neuordnung", oder von denen, die Interessenkonflikte mit "dieser Neuordnung" haben, neue Widerstände mit verschiedenen Gründen und Charakteren. Gerade in diesem Prozess brach die Krise zwischen den irakischen Herrschaftskräften, was das Saddamregime vertrat, und den imperialistischen Mächten aus. Dieser Konflikt war aus der Sicht der Imperialisten lebensnotwendig.
Weil die Rede nicht von irgendeinem Staat war, sondern vom Irak. Nun dieser Irak hatte, neben dem Besitz der zweitgrößten Ölreserven der Welt, sowohl strategisch als auch wegen der politischen Sicht, für die Imperialisten eine lebensnotwendige Bedeutung.
Das bedeutete für die Weiterführung der imperialistischen Neuorganisierung, das Saddamregime, das nicht mehr vertrauen erweckte, zu stürzen und an dessen Stelle ein gehorchendes Regime zu bilden. Die Imperialisten betrachteten die Krise zwischen ihnen und dem Saddamregime als Vorteil, und haben sie ihrer Angriffspfeile auf den Irak gerichtet. Aber das war nicht etwas, welches mit los wir gehen, verwirklicht werden könnte. Für die Intervention an den Irak und über den Irak zu dieser Region war, sowohl eine Verständigung der Herrschendenmächte untereinander, als auch die Bildung eine Grundlage nötig.
Natürlich, auf der einen Seite USA, auf der anderen Europa, auf der einen Seite Japan, auf der anderen Seite China, auf der einen Seite Russland; es ging um die Interessen all der Mächte an dieser Region, und die Interessen waren nicht die Gleichen. Die USA war entschlossen für die Intervention in dieser Region, aber die anderen Mächte sollten nicht übergangen werden. Und da war auch noch die Reaktion der islamischen Welt, die in Rede stand. Gerade in dieser schwierigen Lage wurde der Kuwait als der Schlüssel eingesehen. Einem besetzten Land zu helfen, war natürlich ein guter Vorwand, um den Weg von China und Russland, der Mächte, die gegen eine Intervention in dieser Region sein würden, zu versperren.
Das dieses Land gerade Kuwait war, war auch eine gute Wahl, um die Reaktion der islamischen Welt zu pazifisieren. Natürlich, Kuwait war ein islamisches Land und sein Zustand würde auch die islamische Welt zur Unentschlossenheit drängen. Und die Durchführung wurde begonnen. Das Saddamregime hatte schon früher die Pläne, sich über den Kuwait zum Meer zu öffnen, so wurde es, um den Kuwait zu besetzen, ermutigt und es besetzte auch.
Danach wurde das Saddamregime zu einer Macht, der den Frieden bedroht, erklärt, und die westlichen Mächte haben sich militärisch in dieser Region interveniert, "um den Frieden wieder zu errichten".
Die erste Runde war gewonnen. Kuwait wurde "gerettet", und damit wurde in dieser Region die Konzentration der Kräfte von westlichen Mächten vollzogen. Während die Mehrheit an die Beendigung des Krieges dachte, wussten die Imperialisten, dass dieses nicht ein Ende sondern der Anfang war. Also der zweite Teil vom Krieg begann und es wurde gegen den Irak 12 jahrelang ein Embargo durchgeführt. So wurde versucht, den Irak mit dem Hunger zu "erziehen". Diese Phase überließ, durch die Ermordung der 1,5 Millionen von Menschen, die den wehrlosesten Teil der Gesellschaft in Irak bildete, Platz zu einer anderen Phase. Der Name dieser neuen Phase war: Die totale Besetzung des Iraks. Die Phase dauert noch.
Irak wurde besetzt. Das Saddamregime wurde umgestürzt, aber die Waffen, die Saddam quasi haben sollte, wurden nicht gefunden. Die Besatzungsmächte haben diesen Zustand mit der Erklärung "eine falsche Information" passieren lassen.
Lächerlich!!! Es muss lächerlich sein, denn die Sorgen von Imperialisten sind nicht die Waffen, die angeblich Saddam haben sollte und auch nicht die Gemeinschaften, die von dem Saddamregime unterdrückt wurden. Das alles waren für die imperialistischen Mächte einzig und allein Vorwände, die sie brauchten.
Der Irak wurde besetzt, nicht weil das Saddamregime Massenvernichtungswaffen besaß, nicht weil die "Menschenrechte"verletzt wurden, nicht den Frieden in dieser Region zu gewährleisten, nicht um den dort lebenden Menschen die Möglichkeit zu geben, eine freiheitliche Gesellschaft zu gründen.Das ist gegen die Natur des Imperialismus. Der Kapitalismus war selbst im Verlauf seiner Geschichte der Verursacher aller Kriege auf der Erde und hat auch alles getan, um die Freiheitskämpfe zu vernichten. In dem letzten Jahrhundert waren die eigentlichen Organisatoren der zwei großen Kriege selbst die imperialistischen Staaten, in den Zeiten in den sie außerhalb der aktiven Kriege waren, haben sie dauernd "Regionalkriege" und "Bürgerkriege" angezettelt, in den armen Regionen der Welt permanent eine Unsicherheit geschaffen. Und in allen diesen Kriegen wurden die Waffen benutzt, die von Kapitalismus erfunden wurden und die Menschen wurden mit diesen Waffen ermordet. So wurde die Waffenindustrie, die den Bedarf diese Kriege deckte, für den Kapitalisten, die höchste Gewinnmöglichkeit. Das mit den imperialistischen Angriffen verfolgte Ziel ist, sowie früher als auch heute: Eine Weltordnung in der Art und Weise von Imperialisten.
Welche Bedeutung der Angriff gegen Afghanistan von Seiten der Imperialisten hat, der Angriff gegen den Irak die gleiche Bedeutung. Das Ziel ist gleich: Die aus der Kontrolle geratenen Regionen und Kräfte wieder unter Kontrolle zu kriegen.
Die Interessen der Imperialismus zu schützen. Das Ziel, entsprechend dem Plan für die neue Bildung des Weltgleichgewichts, die Regionen neu zu aufbauen. Obwohl die herrschenden Mächte in der Politik gegen den Irak untereinander nicht einig sind, sind sie hinsichtlich ihrer Ziele gegen Irak und der Region gleich. Jede herrschende Macht versucht, das Gleichgewicht für sich zu wenden und will den Irak selbst kontrollieren, der die zweit größte Ölreserven der Welt besitzt. Zum Beispiel, USA und England haben, um ihre Pläne, entsprechend dieser Region, zu verwirklichen, aus ihre Sicht, den ersten Schritt in dieser Region militärisch sich aufzustellen und Saddam umzustürzen, anstelle ihn eine Regierung zu bilden zu lassen, die ihre Interessen vertritt, als unaufschiebbar gesehen, und so Irak besetzt und Saddam umgestürzt. Denn vor allem die USA, konnte in der Phase namens "Neuweltordnung" der neuen Marktaufteilung nach 1989, nicht wirksam sein, und verlor was er in der Hand hatte in großem Maße. Den gesamten osteuropäischen Markt haben die Länder der Europäische Union, schwerwiegend Deutschland, erobert. Die Kontrolle über den Afghanistan und Irak haben die USA verloren, die Beziehungen mit Saudi Arabien, der in Mittelosten seine engste Verbündeter ist, hat sich verschlechtert, sie konnte überhaupt nicht in die Kaukasusgebiete und in die Republiken der aufgelösten Sowjetunion wie Aserbeidschan, Turkmenistan, Usbekistan, die die reiche Energiequellen besitzen, hineinkommen.
Die Mächte der Europäischen Union, unter der Führung von Deutschland und Frankreich, betrachteten den militärischen Angriff wegen ihrem politischen Standpunkt - zumindest gegenwärtig- als nicht angebracht. Denn, in der Phase nach 1991 hatten die Blöcke, unter der Führung von Deutschland und Frankreich, sowohl mit dem Irak, als auch mit dem Iran, wichtige Handelsbeziehungen für sich geschaffen, sie hatten einigermaßen in dieser Region ihren Einfluss erweitert. Dementsprechend wussten sie, das ein militärischer Angriff gegen den Irak, das Gleichgewicht in dieser Region als ganzes zum Vorteil der USA und England ändern und ihre Einflussbereiche beschränken.
Deshalb waren sie gegen den Vorschlag der militärischen Lösung des Blocks von USA und England. Eine andere Macht war Russland, das den Kaukasusgebiet als seinen Hinterhof betrachtet, das wieder in dieser Region seine Herrschaft zu errichten, versucht, war nicht geneigt für einen Konflikt mit den westlichen Mächten hinsichtlich ihrer Pläne, die den Mittelosten betreffen. Solange die westlichen Mächte, die der besatzerischen Politik von Russland in Tschetschenien und in Kaukasusgebiet ein Auge zuzudrücken und seine Interessen in den Ländern von Mittelasien nicht bedrohen, zieht er es vor mit ihrer Politik, die Mittelosten betrifft, nicht in Konflikt zu geraten.
Auf der anderen Seite waren noch Japan und China. Wenn es auch so aussieht, als ob diese beiden Mächte nicht direkt bei dem Konflikt in dieser Region teilnehmen, dennoch bemühen sie sich, bei der Herstellung des neuen Gleichgewichts in dieser Region, neben der Verteidigung ihrer Interessen, ihre Einflussbereiche zu erweitern und versuchen für sich eine günstige Gelegenheit zu kriegen.
Darüber hinaus sind sie in Bereitschaft, denn sie wissen, dass die imperialistischen Pläne gegen Irak, nicht nur mit dem Irak begrenzt ist, dass der Irak ein Anfang ist, dass sie das Ziel verfolgt, das gesamte Gleichgewicht in der Region vom Mittelosten, Kaukasusgebiet, vor und fern Asiendreieck, zu ändern und dass die Herstellung des neuen Gleichgewichts, auf sie eine lebensnotwendige Wirkung haben wird. Obwohl die Herrschenden einen Interessenkonflikt miteinender haben und auf Grund dieses Interessenkonflikts unterschiedliche Strategien und Politiken verfolgen, haben dennoch sie das gleiche Ziel. Was jede Herrschenden versuchen, ist ihre weiter bestehen Interessen zu ermöglichen und ihren Interessen den Vorrang zu gewährleisten. Hier ist nicht so wichtig, welche Methoden die herrschenden Mächte haben. Wichtig sind ihre Absichten. Die Absichten der Herrschenden haben folgende Bedeutung im alltäglichen Leben der Unterdrückten: Hunger, Massakrierung, Krieg, Einwanderung und Zerstörung.

Über den totalen Angriff des Imperialismus gegen den Irak und eine lange Fußnote über
die Kurden als ein Faktor, welcher nicht übersprungen werden soll

Zuerst stellen wir klar, dass die Nationale Befreiungsbewegungen von Benachteiligten sind und folglich eine Bewegung der Berechtigten ist. Sie behalten ihre Berechtigung, solange ihre Benachteiligung im Sinne einer Nation weiter besteht und sie auch nicht einer anderen Gemeinschaft verursacht. Bekanntlich entstehen die Nationalen Befreiungsbewegungen, um sich von der Unterdrückung oder von dem Joch einer anderen Nation zu befreien. Und nach dem Erreichen der erforderlichen Forderungen endet sie. Diese Beendigung definiert sich z.B. durch die Gründung eines Staates, oder durch die Bildung einer Föderation mit der Unterdrückten Nation und manchmal auch durch eine Autonomie.
Die Kurdische Nationale Befreiungsbewegung, damit sind gemeint die Kurden aus dem Süden, erscheint auf der Bühne der Geschichte wie jede andere Nationale Bewegung. Mit den gleichen Forderungen und aus den gleichen Gründen. Bisher gibt es keine Probleme und alles passierte in seinem gewöhnlichen Verlauf. Was ungewöhnlich ist und diskutiert werden soll, ist im Grunde genommen der Zustand, der mit dem Angriff der imperialistischen Mächte gegen den Irak, unter der Führung von USA, und dieser Zustand ist recht eigenartig. Das die Kurden vom Süden, die unter der Belagerung von Baasregierung standen, die mit den Besatzermächten unter der Führung von USA zusammenarbeiteten, um ihr legales Recht, nämlich "Recht auf Selbstbestimmung" zu erhalten, das Kommen dieser Besatzermächte in dieser Region billigten.
Sie akzeptierten das Mandat der USA im Namen der Befreiung von Unterdrückung der Saddamregierung. Diese Zusammenarbeit mit den Imperialisten brachte den Kurden vom Süden eine relative Befreiung aber im Ganzen verursachte sie die Konzentration der imperialistischen Militärkräfte in dieser Region und den Boden für die Verwirklichung des Plans hinsichtlich der erneuerten Umstrukturierung der Verhältnisse in dieser Region, zu Gunsten der Imperialisten.
Ab diesen Zeitpunkt wurden die Pläne der imperialistischen Mächte betreffend dieser Region beschleunigt und der angefangene Prozess im Jahre 1991 erlangte mit der tatsächlichen Besatzung des Iraks im Jahre 2003 eine neue Dimension. Die Kurden vom Süden unterstützten, für ihre beschränkten Interessen, ohne zu Zögern diese Besetzung. Das heißt, die Kurden vom Süden haben, um sich von ihren eigenen Besatzern zu retten, für die Besetzung des gesamten Iraks und in Zukunft für die Besatzung der gesamten Region eine Rolle gespielt. Wenn man die Natur der Nationalen Bewegung betrachtet, ist die Haltung der Kurden vom Süden, ein Kollaborateur zu sein, entspricht diese der Natur einer Nationalen Bewegung. Und aus dem Standpunkt der Elemente Nationaler Bewegungen, ist es ein verständlicher Zustand. Aber dieser Zustand, aus dem Standpunkt der Kommunisten, ist kein Zustand, der akzeptiert werden kann und sollte auch unter keiner Bedingung verteidigt werden. Und dies soll auch unbedingt anprangert werden. Was die Kommunisten tun sollen, ist unter keinen Bedingungen die Tatsache zu übersehen, dass die Kurdische Nationale Bewegung eine legitime Bewegung ist.
Einen Kampf ohne Zugeständnisse, gegen ihre unternommene Schicksalsgemeinschaft mit den Imperialisten, auszuführen. Ebenso sollte der arabische Nationalismus, der die Versklavung der Kurden verursacht, auch anprangert werden. So dass die kurdischen Unterdrückten mit den arabischen Unterdrückten eine gleichberechtigte und freundschaftliche Beziehung eingehen kann und so dass auch die Verteidigung ihrer legitimen Lage und die Weiterführung ihres revolutionären Zustands, ist nur durch diesen Weg möglich. Darüber hinaus, ist dies eine Notwendigkeit der kommunistischen Politik.

Wie sollte die revolutionäre Haltung gegenüber dem militärischen Angriff der Imperialisten gegen Irak sein?

Die revolutionäre Haltung, gegenüber dem heutigen militärischen Angriff der Imperialisten gegen Irak, wie damals bei den Angriffen vom Jahre 1991 gegen Irak, dann Serbien und vor kurzem gegen Afghanistan, sollte sein: Ohne den Charakter des herrschenden Regimes in den angegriffenen Ländern und der Führungen zu beachten, Schulter an Schulter mit den Unterdrückten in diesem Länder zu sein. Denn die Rede ist von einem totalen Angriff der imperialistischen Mächte gegen einen Land. Wenn die Rede vom gegenseitigen Angriff zwischen zwei Ländern gewesen wäre, dann wäre die revolutionäre Haltung ohne Zweifel in beiden Fronten der Revolutionärsabotageakt. Aber die Rede ist nicht von gegenseitigen Angriffen zwischen zwei Ländern. Also ist die revolutionäre Haltung in dieser Situation: Sabotageakt in der imperialistischen Front; im Irak, trotz Saddams und Imams mit den irakischen Unterdrückten zusammen gegen den militärischen Angriff der Imperialisten, den antiimperialistischen Widerstand zu organisieren. Für eine revolutionäre Haltung reicht es natürlich nicht aus. Die revolutionäre Haltung bedeutet gleichzeitig, trotz der Verbundenheit des wichtigen Teils der irakischen Unterdrückten mit dem Saddam und den Imam, gegen die herrschen Kräfte in Irak einen revolutionären Klassenkampf zu organisieren. Das heißt, beim Kampf der irakischen Unterdrückten für ihr Recht auf eigenes Leben, gegen den imperialistischen Angriff, an ihrer Seite zu sein und gleichzeitig einen Willen zu zeigen, diesen Kampf in einen Kampf gegen die einheimischen Mächte, die die Vertreter des Kapitals sind, umzuwandeln.

Über die Friedensschreihälse, die behaupten, dass der Frieden trotz des Kapitalismus
möglich ist

Eine wichtige Mehrheit von unterschiedlichen Kreisen hat die Auffassung, dass der Frieden trotz des Kapitalismus möglich ist. Diese Mehrheit setzt ihre Auffassung durch Sponsoren in Handlung um, wie z.B. in Westeuropa Attac, oder in anderen Regionen unter unterschiedlichen Namen und Formen auftretende Bewegungen oder so genannte "soziale Organisationen", deren Bedeutung unklar ist. Der populärste, gemeinsame Slogan dieser Gruppen ist: "Nein zum Krieg!" Wie auch immer, wenn wir zum Kern kommen: Diese Friedensschreihälse, deren Worte "Frieden!" oder "Nein zum Krieg!" sind, sind vom Wesen her nicht gegen den Krieg, sondern gegen die Art und Weise des Krieges. Was sie wollen ist dies: der Kapitalismus soll nicht mit Panzern, Kanonen und Raketen, sondern durch Hunger und Embargo töten. Für diese Situation gibt es keine andere Erklärung, weil der Krieg nicht nur mit Panzern und Gewehren geführt wird. Die Menschen, die sie "nicht sterben lassen wollen", diese unschuldigen Menschen, werden nicht nur mit Waffen getötet. Das deutlichste Beispiel ist wiederum der Irak. Obwohl die Zahl der getöteten IrakerInnen beim Angriff im Jahre 1991 ca. 250 000 war, war die Zahl der getöteten IrakerInnen durch das Embargo 1,5 Millionen. Dieses Pack, das seit 12 Jahren, die unter dem Namen Embargo geführte Angriffe gegen den Irak als Normalität sieht und diese Situation mit seiner Stummheit bestätigt, hat plötzlich seine Stimme mit "Nein zum Krieg" erhoben. Nämlich, dass sie ihre Stimme erheben, damit im Irak stillschweigend wie seit 12 Jahren ermordet werden. Dafür gibt es keine andere Erklärung. Sowie die Vernichtung des Kapitalismus, dessen Existenz ein Kriegszustand bedeutet, eine Notwendigkeit ist, so ist auch die Bloßstellung der Wörter, der Gesichter und der Handlungen der Friedensschreihälse, die trotz des Kapitalismus den Frieden für möglich halten, eine Notwendigkeit.

Noch einmal über Krieg und Frieden,
und die revolutionäre Haltung

Die revolutionäre Geschichtsauffassung sagt: "Die Geschichte ist die Geschichte der Klassenkämpfe." Deswegen müssen die RevolutionärInnen sowohl ihre Auffassung als auch ihre Handlung auf diese Tatsache stützen. Bedauerlicherweise sind die Wertvorstellungen der Herrschenden, bereits auch zum sehr wichtigen Bestandteil der "revolutionären Bewegung" geworden. Genau wie die Herrschenden meinen auch die "revolutionären Kreise", wenn sie vom Krieg reden, dass die Waffen sprechen. Deshalb gehen die revolutionären Kreise auf die Straße mit der Aufforderung "Nein zum Krieg!", wenn die Imperialisten den Irak bombardieren wollen. Warum? Weil die revolutionären Kreise unter "Krieg" auch den Angriff mit Waffen und Bomben meinen. Wenn aber die Menschen nicht durch Bomben und Waffen, sondern infolge des Embargos massenweise zu Tode verurteilt werden, bedeutet dies dann Frieden. Das bedeutet wiederum, dass unter der Herrschaft des Kapitalismus Frieden möglich sei. Diese Auffassung ist die Ablehnung der revolutionären Geschichtsauffassung. Und diese Auffassung kann nicht revolutionär sein. Die Existenz des Kapitalismus ist für sich allein schon ein Kriegszustand. Folglich ist die einzig mögliche revolutionäre Haltung gegen diesen Kriegszustand, den Gegenkrieg zu organisieren; nämlich die imperialistischen Kriege in revolutionären Klassenkampf umzuwandeln. Wenn das Kräfteverhältnis nicht stimmt, dann müssen die RevolutionärInnen in dieser Situation eine Haltung der Revolutionärensabotageakt haben. Die Verteidigung des Friedens unter der Herrschaft des Kapitalismus bedeutet sowohl die Bestätigung eines Krieges mit anderen Mitteln, d.h. in der bisherigen Form, als auch die Legitimation eines kontinuierlichen Krieges, den der Kapitalismus unter dem Namen "Frieden" ausführt. D.h. töten, nicht durch Bomben, sondern durch Embargos und durch das verhungern lassen. Eine derartige Auffassung kann unmöglich als revolutionär bezeichnet werden. Revolutionäre Haltung ist die Erklärung, dass der Frieden unter der Herrschaft des Kapitalismus nicht möglich ist. Revolutionäre Haltung ist die Erklärung, dass der Frieden auf dieser Erde erst mit der völligen Vernichtung des Kapitalismus möglich sein wird. Die revolutionäre Haltung ist die Handlung mit dem Ziel der völligen Vernichtung des Kapitalismus, dessen Existenz für sich genommen ein Kriegszustand bedeutet. Wenn das nicht geschieht, wird der Kapitalismus, der die ganze Erde zu einem einzigen Kriegsschauplatz gemacht hat, mit Kriegen seine Existenz fortsetzen. Wenn das nicht geschieht, werden die verwöhnte, friedenliebenden Kinder des reichen Westens in Attac-ähnlichen Bewegungen die Massen weiterhin von der Lüge überzeugen, dass ein Frieden unter der Herrschaft des Kapitalismus möglich sei. Wenn das nicht geschieht, dann werden die Armen der Erde, sich von ihrem "Schicksal" von Kriegen, Auswanderungen, Ungerechtigkeiten und Massakrierungen, niemals retten können. Und das müssen die Kommunisten verantworten.

 

 

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