Der Schwarze Aufstand in den französischen Banlieues:
Ein Schritt vorwärts,
zwei Schritte zurück

Über die politisch- gesellschaftliche Anatomie der Aufstände

Wer sind die, die, so bald die Abenddämmerung eintritt, als ob sie sich untereinander absprechend auf die Straße gehen, die nachts die Autos, die Mülltonnen, die Schulen und verschiedene staatliche Einrichtungen und sogar den Justizpalast in Brand stecken?
Wer sind diese Menschen eigentlich, die mit der Abenddämmerung sich verhüllen?
Besonders in den Jahren 1950, durch den Verlust der Kolonien in Nord und West Afrika, haben die Einwohner dieser Länder, die Jahrzehnte von Frankreich ausgebeutet wurden, angefangen nach Frankreich einzuwandern.
Ein Teil der Einwanderer waren die Menschen, die, die als „vom Schwert verschont Gebliebenen“ genannten, die in ihren Ländern für Frankreich gekämpft haben.
Folglich nahm auch die Zahl der Einwanderer zu, während Frankreich seine Kolonien verlor.
Da Frankreich, die gesamten Reichtümer dieser Regionen fortbrachte, diese Regionen total ausplünderte, war es auch deshalb unausweichlich, dass die Menschen dieser Regionen ihren gewaltsam entwendeten Reichtümern hinterher gingen.
Ein großer Teil dieser eingewanderten Menschen, die in dieser Zeit nach Frankreich kamen, hat mit der Zeit, die französische Staatsangehörigkeit angenommen.
Das hat aber nicht gereicht, sie davor zu bewahren, anders als andere angesehen zu werden. Obwohl sie französische Staatsangehörige sind und sich auch für den Wiederaufbau von Frankreich eingesetzt haben- das während der Besetzung der Nazis zerstört wurde – sind sie total ausgebeutet worden. Das hat dennoch an der Tatsache nichts geändert, dass sie anders als die anderen angesehen wurden.
Denn sie waren die Anderen und dazu auch verurteilt, es zu bleiben.
Es sind die Enkel und die Kinder dieser Generation, die heute die Autos in Brand stecken.
Wenn auch die Mehrheit dieser Menschen, die seit Tagen in den französischen Banlieues
kämpfen, französische Staatsangehörige sind, sind sie dennoch die Anderen.
Dass diese Menschen die Anderen sind, ist ganz deutlich durch ihre Situation zu erkennen.
Sie leben nicht in den Stadtzentren, sondern außerhalb der Zentren, nämlich in den Banlieues, welche in den Liedern von Renaud und Leo Ferré so gut beschrieben wurden.
Sie ziehen sich auch nicht wie die weißen Franzosen an, sondern ganz anders:
Sie haben Trikots mit einer Kapuze an und sie spazieren mit Gummischuhen, um jederzeit von der Polizei wegrennen zu können.
Sie sprechen auch französisch ganz anders, sie haben ihren eigenen Jargon.
Statt die Musik, die die französische “Feinfühligkeit” symbolisiert, hören sie Rap, Hardrock oder arabische Lieder (Melodien) , welche sie mit ihren harten Leben identifizieren.
Sie bleiben fern von politischen Parteien und obwohl sie keine politische Haltung haben, sind sie dennoch nicht fern von der Politik.
Sie sind auch nicht auf einer politisch-ideologischen Grundlage organisiert und besitzen auch nicht den revolutionären Geist der 68er Generation, zu denen ihre Eltern angehörten, und besitzen auch nicht den nationalen Befreiungsgeist der alten Generation von Nord-AfrikanerInnen.
Ihr einziger Zusammenschluss ist sich mit ihren Freunden, zu ausgeweitete Stadtviertel Banden zu organisieren
Sie denken, dass sie keine Zukunft haben. Demgemäß handeln sie einerseits um auf diese Weise so einen privilegierten Status in Frankreich zu erhalten bzw- aufzubauen. Gleichzeitig greifen sie die Werte der reichen Leute an, zu denen sie angehören möchten. Ein paradoxer Charakter beherrscht sowohl ihre Haltung als auch ihre Worte.
Wenn sie auch manchmal davon träumen wie Zinedine Zidane zu werden, der aus den Banlieues von Marseille stammt und heute eine Fußballstar ist und zu der privilegierten Welt angehört, stellen sie schnell fest, dass es nur ein Traum ist und auch nicht für jeden realisierbar ist. Als ihnen das klar wurde, begannen sie die Symbole des priviligierten Lebens wie z. B. die Autos in Brand zu stecken.
Auch wenn diese Haltung gegenüber dem Eigentum feindlich aussieht, ist eigentlich gar nicht von Feindschaft von Eigentum die Rede, sondern zeigt ihre Auffassung davon: „Wenn ich selber nichts besitze, dann sollst du auch nichts haben.“
Sicher hat diese Generation eine aufständische Tradition, aber die aufständische Tradition wird nicht durch die Existenz des Systems genährt, sondern dadurch dass das System die Anderen außen vor lässt. Diese Tatsache führt zu der eigentlichen „ aufständischen Tradition“. Nicht die Ablehnung des Systems, sondern die Ablehnung durch das System.
Zum Beispiel, beim Spiel der französischen Nationalmannschaft im Stadium Velodrome von Marseille, in dem auch der Bundespräsident Chirac als Zuschauer anwesend war, reagierten die nordafrikanischen Jugendlichen mit Pfiffen und Slogans während des Abspielens der französischen Nationalhymne. Diese Reaktion wurde von vielen, als eine Reaktion gegen die französischen Werte wahrgenommen, aber dies war nicht der Fall.
Denn während diese Menschen auf den Straßen mit der Polizei kämpfen, zeigen sie gleichzeitig den Journalisten ihren französischen Pass und schreien dabei:
„Wir sind auch französische Staatsangehörige, aber trotzdem werden wir diskriminiert.“ Der eigentliche Grund dieser Reaktion ist nicht die koloniale französische Tradition und auch nicht der dadurch entstandene heutige Reichtum, sondern dass sie außerhalb dieses Reichtums gelassen werden.


Über die Aufstände in Frankreich ihr Charakter und ihre Forderungen

Zuerst ist es notwendig den Charakter und die Forderungen des Aufstands in den Banlieues richtig zu definieren. Damit eine richtige Strategie und ein Programm gebildet werden kann.

Wie soll der Charakter und die Forderungen von dem Aufstand verstanden werden?
Die Bewegung in den französischen Banlieues ist, sowohl wie die bourgeoisen Kreise, als auch wie die linken Kreise behaupten, nicht eine Bewegung der Jugendlichen, sondern eine Bewegung der verarmtem Schicht der ArbeiterInnenklasse.
Weder die Tatsache, dass die Mehrheit dieser Menschen arbeitslos ist, noch dass ein Teil von ihnen in Kindesalter ist, wird diesen Umstand nicht ändern.
Der in Paris sich konzentrierte Aufstand ist eine Bewegung der Benachteiligten gegenüber den vorherrschenden Verhältnisse.
Das ist noch kein Problem, das Problem beginnt erst danach.
Die Bewegung gegen die vorherrschenden Verhältnisse ist auf Grund ihrer Forderungen und ihrem Ziel nach nicht nur nicht revolutionär, sondern auch noch ungerecht.
Die Grundforderung der EinwandererInnen in Frankreich, wie es auch in den anderen industriell entwickelten Ländern der Fall ist, ist die gleichberechtigte Teilnahme an den Privilegien des westlichen Reichtums und damit auch am Wohlstand. Dieser ist in den Händen des Westens und basiert auf die Ausplünderung der Erde und der Ausbeutung der schwarzen Menschheit ab. Die EinwandererInnen fordern die gleichberechtigte Teilnahme am privilegierten Leben.
Die EinwandererInnen sind ein Teil der Armen dieser Erde, denen es gelungen ist an die Grenzen des reichen Westens anzukommen, und die sich auf Basis gleicher Rechte mit den weißen dieser Welt zusammenschließen möchten. Obwohl die weiße Welt die Ursache für ihre Verarmung, ihren Hunger, die Kriege, Krankheiten und Zerstörung ihrer „Heimat“ ist.
Die Bedeutung dessen ist, sich an der Schuld gegen die Armen dieser Erde zu beteiligen.
Kurz, wenn aus der Sicht der schwarzen betrachtet wird, ist es revolutionär dass sie gegen ihren eigenen Status rebellieren, zu dem sie verdammt wurden. Diese Situation haben sie der herrschenden französischen Bourgoesie und deren priviligierten französichen ArbeiterIinnen zu verdanken. Demzufolge ist dies ein Schritt vorwärts.
Jedoch ist dann das Verlangen noch mehr Anteil von französischem Reichtum, der sich vom Hunger der Armen dieser Erde nährt, zu bekommen und anstelle der Schicksalsverbundenheit mit den Armen dieser Welt, die Gleichberechtigung mit dem weißen Mann zu wollen, demzufolge zwei Schritte zurück zu fallen.
Von diesem Gesichtspunkt aus - auch wenn die Teilname an dieser Bewegung und die Verteidigung dringend notwendig ist, sind auch ebenso die genauen Forderungen und Ziele der Bewegung dringend notwendig - ist diese Bewegung, unter dem Blickwinkel der revolutionären Kritik auszuüben.


Über die Haltung der französischen ArbeiterInnen gegenüber den
Schwarzen Aufstand

Wir können sagen, dass das Feuer diesmal die Stelle verbrannte, wo es hingefallen ist. Wir können es sagen, denn dieser Aufstand begann als ein Aufstand von einem Teil der schwarzen ArbeiterInnen, die in Frankreich leben, und endete auch in diesen Grenzen.
Der Grund dafür, dass dieser Aufstand dort stehen blieb wo es anfing, ist nicht dass die Aufständler den Aufstand mit sich begrenzten, sondern dass die Weißen, nämlich die Privilegierten der Gesellschaft, schon von Beginn an sich von den Aufständlern trennten.
An diesem Verhalten gibt es nichts Erstaunliches. Denn diese Bewegung ist eine Bewegung derer, die gleiche Rechte wie mit den privilegierten weißen französischen ArbeiterInnen möchten; demzufolge besitzt sie einen Charakter, zu welchem die weißen französischen ArbeiterInnen nicht Partei ergreifen werden, sondern dagegen sein werden.
Wenn dem so ist, gibt es dann auch an der gleichgültigen Haltung der französischen ArbeiterInnen gegenüber den schwarzen Aufstand nichts zu staunen.
Weder eine Erklärung, eine Aktion, noch eine Verwarnung: Es gab keine Reaktion seitens der französischen ArbeiterInnen.
Wenn wir die Erklärungen einiger linker Kreise betrachten:
„Die Gewerkschaften tun ihr Möglichtes, um das Zusammenkommen der jugendlichen Einwanderer und der organisierten ArbeiterInnen zu verhindern und um die Teilnahme der ArbeiterInnen am Aufstand zu hindern.“(La Riposte: November 2005, Nr.:8)
„Die Solidarität der französischen ArbeiterInnenklasse mit den Jugendlichen wurde von der Gewerkschaftsbürokratie aktiv verhindert.“(Groupe Socialiste Internationaliste: November 2005)
Wir begnügen uns mit den oben angegebenen zwei Beispielen, jedoch ist es möglich dieser Art von Erklärungen in vielen Kreisen zu begegnen. Wir stellen gleich klar, dass diese Erklärungen nicht die Tatsachen reflektieren.
Es stimmt dass die Gewerkschaften, die Gewerkschaften kontrollierende FKP und die SP die französischen ArbeiterInnen kontrollieren, aber daraus folgt nicht; „Die französischen ArbeiterInnen wollen am Schwarzen Aufstand teilnehmen, aber die Gewerkschaften verhindern das.“
Die Tatsache ist, sowohl die FKP und SP, als auch die Revolutionären der französischen Linken darstellende Lutte Ouviére und Ligue Communiste Révolutionnaire, unterstützen eigentlich die französische ArbeiterInnenaristokratie, nämlich die Privilegierten., Demzufolge ist auch nicht möglich, dass sie die privilegierten französischen Arbeiter für den Schwarzen Aufstand in den Banlieues gewinnen könnten, auch wenn sie es wollten.
Denn der Schwarze Aufstand in den Banlieues ist ein Aufstand, um an den Privilegien der Privilegierten teilzuhaben.
Ein anderes Hindernis der Gewinnung der französischen ArbeiterInnen für den Kampf von Schwarzen ArbeiterInnen ist auch, dass die französischen ArbeiterInnen die Schwarzen ArbeiterInnen als ihre Konkurrenten ansieht und nicht als ihre Klassenbrüder/Schwestern.
Daher wurden die Schwarzen Aufstände, die in Frankreich sehr häufig stattfanden und auch „die Bewegung der Papierlosen“ zu keiner Zeit von den französischen ArbeiterInnen unterstützt.


Über die Haltung der Linken gegenüber dem Aufstand in den Banlieues von Frankreich

Die französische Linke spaltete sich in zwei Hauptgruppen wegen dem Aufstand in den Banlieues.
Auf der einen Seite bildeten die Kommunistische Partei und die Sozialistische Partei den reformistischsten Flügel. Auf der anderen Seite bildeten an erste Stelle Lutte Ouvrière und Ligue Communiste Révolutionnaire aus großen und in kleinen Gruppen den revolutionären Flügel.

Die Sozialistische Partei, die der der ersten Gruppe angehört, erklärte in der Parlamentssitzung - , in welcher Ausnahmeregelungen in Erwägung gezogen wurden, wie das Ausgangsverbot für die Schwarzen mittels den Militärgerichten, die Reise- und Umzugsfreiheit von der Initiative der Polizei abhängen solle, sowie Versammlungs- und Publikationsfreiheit, wenn nötig aufgehoben werden soll, - dass sie gegen diese Gesetze „prinzipiell nichts entgegen setzen würden.“
Die Sozialistische Partei denkt ebenfalls wie die Regierung hinsichtlich der Unterdrückung des Aufstands diesen mit Hilfe von Polizeikräften entgegenzuwirken.

Jedoch die andere Partei, welcher auch der ersten Gruppe angehört, nämlich die Französische Kommunistische Partei, widersetzt sich der Ausnahmegesetze und fordert von der Regierung, neben dem Rücktritt von N. Sarkozy, die Entwicklung von sofortigen politischen Maßnahmen für die Krisenregionen.
Sie erteilt der Regierung nämlich Ratschläge.
Eine andere Gemeinschaft dieser beiden Parteien behauptet, dass „die Gewalttaten nicht zu akzeptieren sind.“

Dagegen waren die revolutionären Organisationen, wie die Lutte Ouvrière und Ligue Communiste Révolutionnaire, die den revolutionären Flügel der Linken bilden, nicht bereit ihre Aktivisten in die Kampfgebiete zu schicken, um den vorhandenen Kampf politisch zu lenken, noch konnten sie die französischen ArbeiterInnen überzeugen an den Schwarzen Aufstand teilzunehmen.
Denn diese Organisationen sind hinsichtlich ihres Parteiprogramms nicht geeignet, bezüglich ihrer Strategie, und ihres Subjektes wegen, an den es sich stützt nicht in der Lage den schwarzen Aufstand, zu unterstützen
Sowohl Lutte Ouvrière (LO) und Ligue Communiste Révolutionnaire (LCR), wie in großen und kleinen als auch die anderen Gruppen, sind die eigentlichichen Verteidiger der Privilegien der französischen ArbeiterInnenklasse und sind auch innerhalb der Privilegierten organisiert. Deshalb können sie auch nicht die politische Leitung des Kampfes übernehmen, deren Subjekte die Schwarzen sind, und auch nicht die französischen ArbeiterInnen dazu aufrufen an den Schwarzen Aufstand teilzunehmen.
Aus diesem Grunde begnügten sich die LO, die LCR und die anderen revolutionären Gruppen auch mit der Aufforderung der Regierung noch mehr soziale Politik durchzuführen, und mit der Verhinderung der Verurteilung der Festgenommenen und mit der Aufhaltung der Repressalien von der Polizei in den Banlieues, statt die französischen ArbeiterInnen dazu aufzurufen an den Schwarzen Aufstand teilzunehmen und die politische Leitung zu übernehmen.
Kurz, auch der revolutionäre Flügel der Linken begnügte sich damit, sich bei diesem Aufstand eher moralisch aber nicht politisch einzutreten.
Aber aus irgendeinem Grunde waren die beiden Flügel der Linken nach kurzer Zeit mit den Schwarzen Aufständlern in den Banlieues von Frankreich, um mit ihren ganzen Kräften auf den Strasse gegen das neue Arbeitsgesetz, der die unter 26 jährigen ArbeiterInnen betraf, zu demonstrieren.
Sie forderten den Generalstreik und die ArbeiterInnen und die StudentenInnen besetzten die Bahnhöfe und die Strassen.
Nun was sind die Gründe für diese Doppelmoral?
Die Gründe sind ganz klar und einfach: Die beiden Flügel der Linken unterstützen eigentlich die weißen Arbeitenden und die StudentenInnen in Frankreich und vertreten deren Interessen.
Deshalb betrachten sie den Angriff gegen den Interessen der Weißen, als ein Angriff gegen ihre eigenen Existenzgründe und zeigen heftige Reaktionen.


Was fehlte bei dem Aufstand in den Banlieues von Frankreich? Oder was tun?


Den revolutionären Kreisen zufolge fehlte es an: „Einer revolutionären Führung und einer Verbindung zwischen den gemeinsamen Kampf in den Banlieues mit den französischen Arbeitern zusammen.“ So erzählen die revolutionären Kreise.
Es ist richtig, dass es ein revolutionäres Führungsproblem gibt, aber es ist auch richtig, dass es ohne ein revolutionäres Programm keine revolutionäre Führung zu bilden ist.
Ebenfalls ist auch richtig, den Aufstand in den Banlieues hinter den Kampf der französischen ArbeiterInnen stellend kein revolutionäres Programm zu schaffen ist.
Dies so zu tun, macht nicht nur ein revolutionäres Programm unmöglich, sondern bedeutet auch den Aufstand zu verraten, wenn die Sache so aufgefasst wird.
Mit anderen Worten ein revolutionäres Bewusstsein zu erwürgen, der durch die Bewegung der Schwarzen entstehen könnte, bevor es geboren wird.

Nun der Aufstand in den Banlieues hat vorläufig nachgelassen, aber sicher wird es in Zukunft entweder wieder in Frankreich oder in einem anderen Staat in Europa ähnliche Aufstände erneut auf der Tagesordnung stehen.
In diesem Fall ist es nötig die notwendigen Lehren aus dem Aufstand in den Banlieues von Frankreich zu ziehen.
Sonst wird es nicht zu vermeiden sein, dass die zukünftigen Aufstände das gleiche Schicksal der vergangenen Aufstände teilen werden.
Die Wiederholung der Geschichte zu verhindern und die zukünftigen Aufstände in einen revolutionären Weg zu bringen, hängt davon ab.
Was sind nun die notwendigen Lehren, die aus dem Aufstand in den Banlieues von Frankreich zu ziehen sind?
Die erste Lehre ist: Die Bloßstellung der vorhandenen revolutionären Organisationen,
die als linker Flügel der Gewerkschaften fungieren und eurozentristisch organisiert sind, die für die Privilegien der weißen ArbeiterInnen kämpfen, anstatt für die Befreiung der Armen der Welt zu kämpfen.
Die zweite Lehre ist: Die Bloßstellung von Auffassungen, die dafür stehen, unter den Namen „Gleichheit“, „gleiche Rechte“ für die EinwandererInnen, die in Europa leben, mit den europäischen ArbeiterInnen, nämlich die EinwandererInnen die Komplizen von europäischem ArbeiterInnen machen wollen, die Bloßstellung der Privilegien von europäischem ArbeiterInnen und die Forderungen der EinwandererInnen, die an den Privilegien der europäischen ArbeiterInnen als Gleichberechtigter teilnehmen möchten.
Und die dritte Lehre ist: Die Fälle als ein ganzes betrachtend für die ArbeiterInnen, die in Europa leben, dahingehend Propaganda zu betreiben, dass ihr privilegiertes Leben von dem Hunger der Armen der Welt genährt wird und wenn sie nicht die Mörder der Armen der Welt werden wollen, sondern Klassenbrüder/Schwestern, sollten sie nicht für ihre eigenen Privilegien kämpfen, sondern mit den Armen dieser Erde zusammen kämpfen, um gemeinsam den Kapitalismus zu stürzen.

Das ist der einzige Weg, solche Aufstände wie in den Banlieues und in anderen Gegenden in Europa als ein Teil der Weltrevolution zu organisieren, und sowohl auch für die Erreichung eines revolutionären Programms und für den Aufbau einer revolutionären Führung. Jedoch sind es die Kommunisten, die diese Aufgabe erfüllen werden.